MdB Jens Spahn fordert mehr Rechte für Homosexuelle
Vorstoß zur Homo-Ehe stößt auf Skepsis

Kreis Steinfurt -

Die Forderung nach einem Ehegatten-Splitting auch für gleichgeschlechtliche Paare stößt an der Basis auf Skepsis.

Donnerstag, 09.08.2012, 07:08 Uhr

MdB Jens Spahn fordert mehr Rechte für Homosexuelle : Vorstoß zur Homo-Ehe stößt auf Skepsis
Jens Spahn fordert mehr Rechte für Homosexuelle. Foto: dpa

Jens Spahn , CDU-Bundestagabgeordneter für den Wahlkreis Borken I/  Steinfurt  I gehört zu der Gruppe von 13 CDU-Abgeordneten, die jetzt mit ihrem Vorstoß für die „ Homo-Ehe “ Furore gesorgt hat. Spahn, der aus seiner eigenen Homosexualität neuerdings kein Geheimnis mehr macht, fordert zusammen mit seinen Mitstreitern, dass eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften steuerlich genauso behandelt werden wie Ehepartner. „Lebenspartner wie Ehegatten tragen die gegenseitigen Unterhalts- und Einstandspflichten füreinander, insofern ist das Steuersplitting auch für Lebenspartnerschaften nur konsequent“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Gruppe, und dass man das Anliegen nach der Sommerpause in die Unionsfraktion einbringen werde.

Christoph Borgert , stellv. CDU-Kreisvorsitzender, begrüßt eine solche Diskussion, ist aber skeptisch, ob eine solche Position an der Basis der Partei mehrheitsfähig ist. Dass Spahn dennoch einen solchen Vorstoß unternehme, sei aber verständlich, gerade vor dem Hintergrund eines anstehenden Urteils des Bundesverfassungsgerichts. Es müsse nun aber innerhalb der Partei eine breite Diskussion darüber geben. Die Parte dürfe nicht bei einem so wichtigen Thema „überrollt“ werden, wie es bei den Themen Euro und Energiewende leider geschehen sei.

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