Jubel in Burgsteinfurt und Ibbenbüren: Zwei NRW-Jugendkulturpreise gehen in den Kreis Steinfurt
„Titanic“ schwimmt ganz obenauf

Ibbenbüren -

Münster, Bochum, Dortmund, Bielefeld und wetter sind die Gewinner des NRW-Jugendkulturpreises. Aber auch in Burgsteinfurt und Ibbenbüren darf gejubelt werden. In Ibbenbüren gleich zweimal: über den Online Award und den Aufstieg in die Kultur-Landesliga.

Freitag, 28.09.2012, 20:09 Uhr

Jubel in Burgsteinfurt und Ibbenbüren: Zwei NRW-Jugendkulturpreise gehen in den Kreis Steinfurt : „Titanic“ schwimmt ganz obenauf
Preisgekrönt: Die Marimba-Gruppe der schule am Bagno besorgt die musikalische Untermalung des Stückes „Third Class Titanic“, das mit dem „Young Europe Award“ ausgezeichnet wurde. Rechts: Bürgermeister Heinz Steingröver mit dem Überraschungsschild. Foto: Hans Lüttmann

Titanic steht ja eher für Untergang. In Ibbenbüren aber schwamm sie gestern obenauf. Nicht die Titanic, sondern das Tanztheaterprojekt „Third Class Titanic“, das mit dem Young Europe Award ausgezeichnet und mit 2500 Euro belohnt wurde. „Herausragend“ findet die Jury die Gemeinschaftsarbeit des Gymnasiums Paulinum in Münster, der dortigen Geistschule, dem Cactus-Theater und der Schule am Bagno in Burgsteinfurt . Inhaltlich geht es um ein Flüchtlingsdrama vor der Insel Lampedusa, um Menschen in Not, um Helfer und Träume, die im Mittelmeer untergehen.

Den mit 1000 Euro dotierten Online Award gewinnt die IBB Media Group des JKZ Scheune für ihren 3500-mal geklickten Musikclip „Was bedeutet dir das JKZ Scheune?“ Die verbleibenden acht der in vier Sparten vergebenen NRW-Jugendkulturpreise gehen nach Wuppertal, Bergisch-Gladbach, Wetter, Bochum, Köln, Dortmund und Bielefeld.

Seit fast 25 Jahren wird der Jugendkulturpreis im zweijährigen Turnus vergeben. Anfangs war er mit 1000 Mark dotiert, heute werden 15 000 Euro ausgeschüttet. Hauptausrichter ist die Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste, die vom Jugendministerium und zahlreichen Sponsoren unterstützt wird.

Zum Auftakt bereiteten Alwina Koop und Rob Mulder von der Ibbenbürener Jugendkunstschule ihrem Bürgermeister Heinz Steingröver eine nette Überraschung: Sie überreichten ihm ein Ortseingangsschild mit dem Zusatz „Jugendkulturhauptstadt Ibbenbüren“.

Bei der anschließenden Preisverleihung stellten Kinder und Jugendliche auf verschiedenen Bühnen mehr als 160 Projekte vor. Die Moderatoren des Ibbenbürener Jugendteams präsentierten dabei ein breites künstlerisches Spektrum von Musical bis Videoclip, von Rockmusik bis Flashmob. An vielen Mitmachstationen konnten die weit über 1000 Besucher ihrer Kreativität freien Lauf lassen, konnten basteln, Filme sehen, cybermobben oder bei einem echten Schmied aus rotglühenden Eisenstangen heiße Herzchen hämmern.

Ibbenbüren darf sich nicht nur über den Online-Preis freuen, sondern auch darüber, die erste Stadt unter 250 000 Einwohnern zu sein, in der der Jugendkulturpreis verliehen wird. Warum die Verantwortliche so lange brauchten, um die Vorzüge der Provinz zu entdecken, erklärt Peter Kamp, Landesgeschäftsführer des Jugendkunstschulverbands, so: „Ich kenne Ibbenbüren ja schon länger, und eigentlich lag es längst auf der Hand, sowas auch mal hier zu machen. Als ich das unserer Versammlung vorschlug, fraget die natürlich: Können die das? Ja, habe ich gesagt, und da schnellten alle 45 Arme in die Höhe.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1175821?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F698523%2F1781882%2F
Nachrichten-Ticker