Steinfurter Kreishaus wird erweitert
Schlicht und schön

Kreis Steinfurt -

12,8 Millionen Euro lässt sich der Kreis Steinfurt die Erweiterung seines Kreishauses kosten. In dem viergeschossigen Anbau werden 176 Arbeitsplätze eingerichtet, die vorwiegend aus der Kreisverwaltung in Tecklenburg nach Steinfurt verlagert werden. Die Konzentration in Steinfurt soll kräftig Kosten sparen. Baubeginn ist im Herbst.

Donnerstag, 14.03.2013, 16:03 Uhr

Blick auf den künftigen Südflügel von der Rückseite. Auf Grund des abschüssigen Geländes erhalten die Räume in Untergeschoss auch Tageslicht. Rechts ist die Erweiterung der Kantine und der darüber liegenden Sitzungssäle sichtbar. Das Erdgeschoss ist als „gläserne Fuge“ zu den oberen Geschossen konzipiert
Blick auf den künftigen Südflügel von der Rückseite. Auf Grund des abschüssigen Geländes erhalten die Räume in Untergeschoss auch Tageslicht. Rechts ist die Erweiterung der Kantine und der darüber liegenden Sitzungssäle sichtbar. Das Erdgeschoss ist als „gläserne Fuge“ zu den oberen Geschossen konzipiert Foto: agn

Schon im Oktober dieses Jahres soll Baubeginn sein für die Erweiterung des Kreishauses in Burgsteinfurt; fertiggestellt sein soll es 2015. Am Mittwochabend stellten Bau-dezernent Franz Niederau , agn-Geschäftsführer Bernhard Busch und Projektleiterin Ines Barkmann den Entwurf in einer Sondersitzung des Ausschusses für Bau und Verkehr vor. Das Ibbenbürener agn-Büro war als Sieger aus einem VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) hervorgegangen, an dem fünf Planungsbüros teilgenommen hatten.

Der kompakte, viergeschossige Baukörper, auch als Südflügel bezeichnet, ist zwischen dem Sitzungstrakt des Kreishauses und dem Gesundheitsamt platziert. Er hat eine Bruttogrundfläche von 6337 Quadratmetern und bietet Platz für insgesamt 176 Arbeitsplätze, die hauptsächlich aus dem Kreisverwaltungsgebäude Tecklenburg hierher verleg werden. Das mit viel Glas transparent gestaltete Erdgeschoss mit den öffentlichen Funktionen, so führte Barkmann aus, bilde eine „gläserne Fuge“ zu den oberen Geschossen.

Als Entree diene die neugestaltete Platzsituation zwischen den Eingängen zum Gesundheitsamt und den Sitzungssälen. Eine großzügige Treppe wie auch eine barrierefreie Rampe sollen im Eingangsbereich Besuchern den Weg weisen. Eine Verbindungsbrücke zwischen Neubau und Gesundheitsamt lässt unterhalb des Baus den Fahrradverkehr passieren.

Die bestehende Kantine wird um rund 100 Sitzplätze erweitert und kann bei Bedarf durch eine mobile Trennwand unterteilt werden. Im 1. Obergeschoss über der Kantine sollen die kleinen Sitzungssäle erweitert werden. In der Vorzone entsteht eine großzügige Lobby mit Übergang in den Neubau.

Die Fassade wird mit Glas und dunklem Ziegel gestaltet, wobei die farblichen Details noch offen sind. „Der Baukörper soll durch seine Schlichtheit überzeugen“, meinte Niederau, und: „Er ist einer Kreisverwaltung in dieser Schlichtheit auch angemessen.“

Die bisherige Kostenrechnung, so Busch, belaufe sich für den reinen Baukörper auf rund 8,8 Millionen Euro. In Haushaltsplan des Kreises stehen für den Bau insgesamt 12,8 Millionen Euro zur Verfügung, wobei die Platzgestaltung, ein Parkplatz für 138 Stellplatze, Inneneinrichtung sowie, so Niederau, „ein kräftiger Sicherheitsspielraum“ einkalkuliert seien.

Aufwendige Klimawände wie in den benachbarten technischen Schulen wird es im Südflügel nicht gebe. Für eine gute Temperierung sorgt eine Betonkernaktivierung in den Geschossdecken, die die Temperaturen um bis zu sechs Grad heben oder senken kann.

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