Kein vorzeitiger Rücktritt
Kubendorff tritt erst 2015 zur Wahl an

Kreis Steinfurt -

Steinfurts Landrat Thomas Kubendorff hält nichts von der Möglichkeit eines vorzeitigen Rücktritts, um dann 2014 zeitgleich mit der Kommunalwahl für eine neue Amtsperiode kandidieren zu können. Er will sich erst 2015 wieder dem Wähler-Votum stellen. Nicht alle in der Kreis-CDU halten das für die richtige Strategie.

Freitag, 10.05.2013, 20:05 Uhr

Landrat Thomas Kubendorff wird sich erst im Herbst 2015 wieder dem Votum der Wähler stellen. Einen vorzeitiger Rücktritt , der ihm die Möglichkeit eröffnen würde, am Termin der kommenden Kommunalwahl am 25. Mai 2014 erneut für das Landratsamt anzutreten, lehnt Kubendorff ab. „Ich werde auf keinen Fall vorher zurücktreten“, bekräftigte Kubendorff jetzt auf Anfrage seine Position.

Mit der Möglichkeit eines vorzeigen Rücktritts hat das Land Bürgermeistern und Landräten die Möglichkeit eröffnet, schon nächstes Jahr die Kommunal- und Bürgermeister- sowie Landratswahlen wieder auf einen Termin zu legen. Andernfalls werden die von der ehemaligen schwarz-gelben Landesregierung auseinandergerissenen Termine erst wieder im Jahr 2020 synchronisiert. So hat es bekanntlich die neue rot-grüne Landesregierung beschlossen.

Nicht alle in der Kreis-CDU sind allerdings mit Kubendorffs Entscheidung glücklich. Kreisgeschäftsführer Johannes Machill beispielsweise hätte es „nicht schlecht gefunden“, wenn die CDU und Kubendorff sich schon nächstes jahr wieder im bewährten Doppelpack zur Wahl gestellt hätten. Machill fürchtet einen Schaden für die Demokratie insgesamt – denn die Wahlbeteiligung werde bei einer isolierten Landratswahl garantiert deutlich geringer ausfallen. Aber natürlich respektiere er KubendorffsJ Entscheidung, die dieser vor der Fraktion ausführlich erläutert habe..

Eine andere Sicht der Dinge hat Thomas Kubendorff. Ob die Wahlbeteiligung wirklich so sinken werde, bleibe abzuwarten.Schließlich fänden auch viele Bürgermeisterwahlen am selben Tag statt. Er sei grundsätzlich ein Befürworter der „singulären Personenwahl“ mit einer bis zu achtjährigen Amtszeit, wie sie sich in Süddeutschland bewährt habe. Eine Amtszeit von 5 Jahren, wie sie in NRW wieder eingeführt werde, sei „ruckzuck vorbei“ und lasse zu wenig Zeit, um große Projekte umzusetzen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1652176?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F1781871%2F1781872%2F
Mit Stichverletzungen ins Krankenhaus
Die Polizei wurde zu einer Messerstecherei gerufen.
Nachrichten-Ticker