Landesaktion NRW - das machen wir!
„Zur Nachahmung anregen“

Kreis Steinfurt/Emsdetten -

Viel zu oft ist im Zusammenhang mit Flüchtlingen von Problemen die Rede“, sagt Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer in Stroetmanns Fabrik in Emsdetten. „Wir wollen aber allen Skeptikern zeigen, was gut läuft und wie Integration zu einer Erfolgsstory werden kann. Gleichzeitig wollen wir andere zur Nachahmung anregen.“ Dafür wurden Beispiele vorgestellt.

Freitag, 21.10.2016, 18:10 Uhr

Runder Tisch Wirtschaft:  Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer (rechts) und Landrat Klaus Effing (links) hören interessiert zu als Sharef Alzori von seiner Flucht berichtet.
Runder Tisch Wirtschaft:  Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer (rechts) und Landrat Klaus Effing (links) hören interessiert zu als Sharef Alzori von seiner Flucht berichtet. Foto: Friedel Hesseling

„Flagge zeigen“ – Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer hat die Arbeitsmarktregion Münsterland besucht. Es ist die vierte Regionalveranstaltung der Landesaktion NRW . Das machen wir! Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit“, die der Minister im September 2016 gestartet hatte.

„Viel zu oft ist im Zusammenhang mit Flüchtlingen von Problemen die Rede“, sagte Schmeltzer in Stroetmanns Fabrik in Emsdetten. „Wir wollen aber allen Skeptikern zeigen, was gut läuft und wie Integration zu einer Erfolgsstory werden kann. Gleichzeitig wollen wir andere zur Nachahmung anregen.“

„Integrationsprofis“ aus dem Münsterland und ehrenamtlich Aktive tauschten sich mit Schmeltzer über wegweisende Projekte und die damit verknüpften Geschichten aus. „Ihr Engagement ist gelebte Integration, die sich lohnt“, lobte der Minister. „Über professionelles und ehrenamtliches Engagement erhalten geflüchtete Menschen eine echte Chance, sich in unserem Land zurechtzufinden und sich zu integrieren.“

In einer Talkrunde diskutierten Schmeltzer und Landrat Dr. Klaus Effing die bisherigen Erfahrungen aus Politik und Gesellschaft, bevor sie an fünf Thementischen die Akteure und ihre Projekte aus dem Kreis Steinfurt vorstellten.

Das breite Spektrum der Initiativen im Münsterland ist rege. Und so konnten viel Erfolgsstorys aus der heimischen Wirtschaft präsentiert werden. „Gute Sprachkenntnisse und die Akzeptanz unserer demokratischen Wertegesellschaft sind grundlegenden Voraussetzung, das eine Integration von Flüchtenden gelingt“, so der breite Konsens an diesem Abend. Viele kleine Beispiele und die authentischen Berichte der Akteure spannten einen weiten Bogen.

„Wir wollen das Engagement stärker vernetzen, damit auch kleinere Initiativen davon profitieren“, so der gut gelaunte Arbeitsminister und dabei lobte er insbesondere die vielen Willkommensbotschafter, die als Aushängeschild einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft wichtig seien.

Dabei zeigte er Perspektiven auf, wobei er auch nicht an Kritik sparte, die sich hauptsächlich an die Bundespolitik richtete. „Berlin behindert die Integration mehr, als dass sie sie fördern wolle“, so der Minister.

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