„Lernen fördern“ im Kreis Steinfurt
Chancengeber für Bildung und Teilhabe

Kreis Steinfurt -

In einem Büro der Caritas in Greven hat alles 1982 angefangen. Eltern von Kindern, die eine Schule für Lernbehinderte besuchten, hatten einen Selbsthilfeverein gegründet. Aus ihm ist 1984 der Kreisverband Steinfurt „Lernen fördern e.V.“ hervorgegangen. Heute, 35 Jahre später, ist unter seinem Dach ein gemeinnütziger Unternehmensverbund zusammengeschlossen, der sich trotz seines Wachstums in unterschiedlichsten Bereichen immer noch seinem ursprünglichen Ziel und Leitbild verpflichtet fühlt: Menschen Möglichkeiten verschaffen, sich sowohl persönlich als auch beruflich zu entfalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Donnerstag, 24.08.2017, 16:08 Uhr

„Lernen fördern“ ist in unterschiedlichen Bereichen im Kreis Steinfurt unterwegs, Menschen Bildung und Teilhabe zu verschaffen. Berufliche Orientierung und Qualifizierung gehören genauso dazu wie Kinderbetreuung oder die Integration von Flüchtlingen.
„Lernen fördern“ ist in unterschiedlichen Bereichen im Kreis Steinfurt unterwegs, Menschen Bildung und Teilhabe zu verschaffen. Berufliche Orientierung und Qualifizierung gehören genauso dazu wie Kinderbetreuung oder die Integration von Flüchtlingen.

„Lernen fördern“ ist mittlerweile an 13 Standorten in der Region vertreten – ein Motor und Chancengeber für Bildung und Teilhabe. 700 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. 3000 Betriebe zählen zu den Partnern. Jahresumsatz: rund 22 Mio. € . Eine Entwicklung, die Geschäftsführer Bernhard Jäschke und seinen Stellvertreter Ludger Lünenborg mit Stolz erfüllt, ihnen aber immer wieder bewusst werden lässt, welche Verantwortung sie und ihre Mitarbeiter für die Menschen übernehmen, die in den Einrichtungen betreut, beraten, vermittelt, aus- und fortgebildet werden.

Jäschke und Lünenborg kennen „Lernen fördern“ aus dem Eff-Eff. Beide sind „Männer der ersten Stunde“, beide eng mit der Region verbunden und in ihr vernetzt. „Aus dem Kreis für den Kreis“, betont Lünenborg, dass sich der Unternehmensverbund als ein Akteur versteht, für Land und Leute da ist und sich mit ihnen identifiziert.

Sein erstes Standbein hat der Verein zunächst mit Maßnahmen geschaffen, behinderte, benachteiligte oder arbeitslose Menschen beruflich zu integrieren. Heute besteht das Angebot aus über 80 längerfristigen Projekten. Darin sind monatlich mehr als 1500 Teilnehmer eingebunden. Unter anderem werden jährlich mehr als 100 Jugendliche in eine Ausbildung vermittelt, über 400 Auszubildende zu einem Berufsabschluss geführt. Mit der Integration von Flüchtlingen ist ein weiteres Aufgabenfeld hinzugekommen.

Seit 1992 gibt es die Kinderland gGmbH. Die Zahl der Einrichtungen wuchs allein von 2013 bis heute von neun auf 19, die Zahl der Gruppen um das Dreifache. „Eine riesige Herausforderung“, blickt Jäschke zurück.

Damit nicht genug. In den Offenen Ganztagsschulen in Greven und Recke werden mehr als 500 Grundschulkinder betreut und gefördert. 2004 wurde die „Lernen fördern“-Dienstleistungsgesellschaft gegründet. Dahinter verbirgt sich eine Manufaktur in Emsdetten, die 45 Menschen, davon 27 mit schweren Handicaps, sozialversicherungspflichtige Jobs im Lager- und Logistiksektor bietet. Es ist der größte Inklusionsbetrieb im Kreis Steinfurt. Neu hinzugekommen ist das Haus Martinus in Ibbenbüren, wo hörgeschädigte Menschen mit einer psychischen Erkrankung zusammenleben. Zurzeit wird außerdem in unmittelbarer Nachbarschaft der „Lernen fördern“-Geschäftsstelle in Ibbenbüren kräftig investiert. Dort wird ein Altbau für Schulungszwecke umgebaut.

Elternberatung, aufsuchende Sozialarbeit, Konzeptentwicklung und Qualitätsmanagement, all das und mehr sind Bereiche, wo „Lernen fördern“ engagiert ist. Dabei, so machen Jäschke und Lünenborg deutlich, wird großer Wert auch darauf gelegt, dass das Betriebsklima stimmt, die Mitarbeiter qualifiziert werden und der Fachkräftenachwuchs gesichert ist. Dazu soll die im vergangenen Jahr gegründete Bildungsmanufaktur beitragen.

Und wie behält man da noch den Überblick? „Wir dürfen uns nicht verzetteln“, sagt Jäschke. Der Verbund habe eine gesunde Größe erreicht. Wirtschaftlich sei alles im grünen Bereich, eine weitere Expansion nicht geplant. Jäschke ergänzt: „Wir wollen vielmehr daran arbeiten, uns in der sozialen und politischen Landschaft im Kreis Steinfurt als Partner zu behaupten.“ Kompetenz, Flexibilität und Ortskenntnis seien dabei die Stärken, mit den „Lernen fördern“ bei Auftraggebern punkten könne.

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