Neue Stromtrassen
Abstände sind vorgeschrieben

Kreis Steinfurt -

Voraussichtlich im März kommenden Jahres wird es weitere Details dazu geben, wie der Windstrom von den Off-Shore-Anlagen in der Nordsee ins Rheinland kommen kann. Darüber hat das Planungsamt des Kreises Steinfurt jetzt den zuständigen Ausschuss informiert.

Donnerstag, 28.09.2017, 16:09 Uhr

Voraussichtlich im März kommenden Jahres wird es weitere Details dazu geben, wie der Windstrom von den Off-Shore-Anlagen in der Nordsee ins Rheinland kommen kann. Geplant sind der Bau einer Gleichstromverbindung von Emden nach Ostrath sowie eine Verstärkung der bestehenden Stromtrasse von Dörpen-West bis Wesel. Für die länderübergreifenden Vorhaben der Stromnetzbetreiber Amprion und TennT TSO ist die Bundesnetzagentur zuständig. Davon betroffen im Kreis Steinfurt sind die Kommunen Ochtrup, Metelen und Wettringen beziehungsweise Wettringen, Neuenkirchen, Steinfurt und Metelen.

Für die sogenannte Verbindung A-Nord soll der Trassenkorridor möglichst gradlinig verlaufen. Streckenverläufe sind bereits in den vergangenen Wochen vorgestellt worden (wir berichteten). Der genaue Verlauf wird erst im Planfeststellungsverfahren dargestellt.

Grundsätzlich sollen Eingriffe in die Natur und Landschaft möglichst gering ausfallen. Regionale Besonderheiten, Hinweise von Kreisen und Kommunen, aber auch von Bürgern müssen berücksichtigt werden. Ziel sei es, größtmögliche Akzeptanz für diese Projekte zu erzielen, um die Energiewende herbeizuführen. Die Leitung soll vorrangig als Erdkabel in einer Tiefe von zwei Metern und im vorgeschriebenen Abstand von 400 Metern im Innen- und 200 Metern im Außenbereich verlegt und bis 2025 fertig gestellt werden. Schon jetzt ist klar, dass um Siedlungen und Schutzgebiete ein Bogen gemacht wird, das hat das Umwelt- und Planungsamt des Kreises Steinfurt den Mitgliedern des zuständigen Ausschusses jetzt noch einmal deutlich gemacht.

Für den Neubau und -betrieb einer kombinierten 380 kv-Höchstspannungsleitung in mehreren Teilabschnitten (Fertigstellung 2021) sollen Erdkabel auf der Höchstspannungsebene verwendet werden. Ein Pilotprojekt. Auf Kreisgebiet, so teilt das zuständige Amt mit, sei allerdings weiterhin eine Freileitung vorgesehen. Im Bereich Metelen, so der Kreis, würden aktuell zwei Varianten geprüft. Bei diesem Verfahren sei die Bezirksregierung federführend.

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