Münster wird Hauptsitz
Volksbank-Fusion: Greven ist dabei

Kreis Steinfurt -

Die Vorstände der VR-Bank Kreis Steinfurt, Hubert Overesch und Ulrich Weßeler, haben am Mittwoch in Rheine verkündet, dass die geplante Fusion mit der Volksbank Münster (wir berichteten) ausgeweitet wird. Die Volksbank Greven kommt hinzu.

Mittwoch, 04.10.2017, 14:10 Uhr

Schon fast ein historisches Bild: Die VR-Bank Kreis Steinfurt ist Geschichte, nach der Fusion mit den Bankhäusern in Münster (u. Mitte) und Greven (u.r.) wird es wieder Volksbank heißen und zwar mit dem Zusatz Münsterland Nord. Die VR-Bank Vorstände in Rheine, Hubert Overesch (l.) und Ulrich Weßeler, finden das richtig gut.
Schon fast ein historisches Bild: Die VR-Bank Kreis Steinfurt ist Geschichte, nach der Fusion mit den Bankhäusern in Münster (u. Mitte) und Greven (u.r.) wird es wieder Volksbank heißen und zwar mit dem Zusatz Münsterland Nord. Die VR-Bank Vorstände in Rheine, Hubert Overesch (l.) und Ulrich Weßeler, finden das richtig gut. Foto: Henrichmann

Sie sagen „wunderbar“ und sie lächeln strahlend: Es herrscht allerbeste Laune bei den Chefs der Genossenschaftsbanken im Kreis Steinfurt.

Die Vorstände Hubert Overesch und Ulrich Weßeler haben am Mittwoch in Rheine verkündet, dass die geplante Fusion mit der Volksbank Münster (wir berichteten) ausgeweitet wird. Die Volksbank Greven kommt hinzu. Es wird also eine Dreier-Fusion, die bis zum Jahr 2020 endgültig vollzogen werden soll.

Das Volumen ist gewaltig: Mit 5,5 Mrd. €  Bilanzsumme steigt man auf zur drittgrößten Volksbank in ganz NRW. Bundesweit rangiert das neue Institut damit unter den Top Ten.

Beim neuen Namen besinnt man sich auf die Wurzeln der Genossenschaften: Die wenig Identität stiftende Abkürzung VR-Bank wird entsorgt, Volksbank Münsterland Nord wird das Haus künftig heißen. Juristischer Hauptsitz wird – was zu erwarten war – Münster sein. Und in der Domstadt werden die Bank-Vorstände auch ihre Chefbüros haben. Doch: Die Nähe zum Kunden in der Region soll nicht verloren gehen, das versprechen Overesch und Weßeler einmütig.

„Für uns ist Greven, wozu Altenberge und Nordwalde gehören, ein wunderbarer Lückenschluss. Das komplettiert das Geschäftsgebiet“, sagt Hubert Overesch. Stimmt: Mit Rheine und Ibbenbüren im Norden, mit Greven in der Mitte und Münster, Telgte und Warendorf im Süden ergibt sich „ein homogenes Gebiet.“

Im Kreis Steinfurt bleibt nur noch ein überschaubarer Rest: Die Mini-Volksbank Saerbeck (60 Mio. €  Bilanz) liegt mittendrin und hält eisern an ihrer Selbstständigkeit fest. Die Volksbank Ochtrup-Laer (0,6 Mrd. € ) ist gerade fusioniert und die Volksbank Westerkappeln (145 Mio. € ) hat gerade erst allen Fusionstendenzen eine glasklare Abfuhr erteilt. So wundert nicht, dass auch Overesch und Weßeler für weitere Fusionen im Kreis zwar „offen sind“, sie derzeit aber für „nicht vorstellbar“ halten.

In den kommenden Jahren bis 2020 werden die drei Fusionspartner aus Rheine, Greven und Münster in erheblichem Umfang Stellen abbauen: 1226 Mitarbeiter gibt es aktuell, um 165 Stellen wird ohne betriebsbedingte Kündigungen reduziert. „Veränderungsbereitschaft ist bei den Mitarbeitern gefragt, es bieten sich aber auch Karriere-Chancen“, davon sind die Bankchefs Overesch und Weßeler überzeugt. Sie machen keinen Hehl daraus, dass es angesichts dessen „Unsicherheiten“ im Hause gibt. Aber: Der Betriebsrat hat uns signalisiert, dass die Stimmung gut ist“, sagt Weßeler.

Nun steht also viel Arbeit an für die Groß-Fusion, die übrigens auch einen kleineren Millionenbetrag kosten wird. Man teilt sich das brüderlich anteilig durch drei. Viel Arbeit auch wegen der gleichzeitigen Einführung eines komplett neuen Computersystems/Software für die gesamte fusionierende Bank.

Dabei soll eines nicht hinten über fallen: Die Nähe zu den Kunden. „Wir sehen uns als Bank der Regionen“, sagt Overesch.

Neben den Bankvorständen in Münster wird es drei Regionalvorstände mit Sitz in Rheine, Greven und Münster geben. Mit neun neu zugeschnittenen „Kompetenz-Centern“ (Rheine, Ibbenbüren, Emsdetten, Greven, Lengerich und vier in Münster), mit 60 Filialen und 34 SB-Filialen will die Volksbank Kundennähe erhalten: „Wir wollen den Größen-Vorteil nutzen, uns das Klein-Sein aber weiterhin erlauben“, fügt Overesch an.

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