Vom guten Umgang mit Veränderungen
Kreislandfrauentag in Saerbeck / Verband verstärkt Netzwerkarbeit auf vielen Ebenen in der Region

Kreis Steinfurt -

Wendepunkte – das große Jahresthema des Kreislandfrauenverbandes Steinfurt-Tecklenburger Land hat auch gestern den Kreislandfrauentag bestimmt. Über 350 Frauen (darunter auch eine Handvoll Männer) aus 37 Ortsverbänden waren der Einladung in Hövels Festhalle gefolgt, um Bilanz der zurückliegenden Arbeit zu ziehen und einen Ausblick auf die Dinge zu machen, mit denen sich der Interessenverband künftig beschäftigen wird. „Wenn die Landfrauen zusammenhalten, dann passiert immer etwas“, erklärte Vorsitzende Silvia Laurenz mit einem Augenzwinkern und mit Blick auf das über dreistündige Programm, den Geschäftsbericht und insbesondere auf den Vortrag von Gastredner Rolf Brauch. Der war eigens aus Baden angereist, um über „Wendepunkte und den guten Umgang mit Veränderungen“ zu sprechen.

Donnerstag, 09.11.2017, 17:11 Uhr

Hövels Festscheune in Saerbeck war gestern voll besetzt. Der Kreislandfrauenverband Steinfurt-Tecklenburger Land mit seinen 37 Ortsvereinen hat dort am Vormittag seinen Landfrauentag abgehalten und Bilanz seiner Arbeit gezogen.
Hövels Festscheune in Saerbeck war gestern voll besetzt. Der Kreislandfrauenverband Steinfurt-Tecklenburger Land mit seinen 37 Ortsvereinen hat dort am Vormittag seinen Landfrauentag abgehalten und Bilanz seiner Arbeit gezogen. Foto: Drunkenmölle

Landfrauentag des Kreislandfrauenverbandes Steinfurt-Tecklenburger Land

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  • Impressionen vom Kreislandfrauentag in Hövels Festscheune in Saerbeck Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom Kreislandfrauentag in Hövels Festscheune in Saerbeck Foto: Drunkenmölle
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  • Impressionen vom Kreislandfrauentag in Hövels Festscheune in Saerbeck Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom Kreislandfrauentag in Hövels Festscheune in Saerbeck Foto: Drunkenmölle

Von Veränderungen waren und sind die Kreislandfrauen vielfältig betroffen, wie sowohl Laurenz als auch Geschäftsführerin Susanne Jürgensmeier-Lotz darlegten. In dem mittlerweile über 5000 Mitglieder starken und damit größten Frauenverband im Kreis Steinfurt ist jede Menge Bewegung. Dafür haben die beiden Führungsfrauen anschauliche Beispiele gegeben. Natürlich wurde Hermann Borchert für seine zwölfjährige Arbeit als Kreislandwirt gewürdigt und auch Mareike Lölfer zur Nachfolge gratuliert. Für Laurenz selber war es zudem als Vorsitzende der letzte Landfrauentag. Auch im Vorstand soll im neuen Jahr ein Generationenwechsel vollzogen werden. „Das alles sind Wendepunkte, die uns aber mit Zuversicht in die Zukunft schauen lassen“, erklärte Hermann Borchert. Landfrauen seien Brückenbauerinnen, sagte er. Landrat Dr. Klaus Effing bekräftigte den Willen des Kreises zur Zusammenarbeit. Allein die Herausforderungen des demografischen Wandels erforderten es, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Jürgensmeier-Lotz verwies in ihrem Geschäftsbericht auf die vielen Aktivitäten und Aktionen auf Orts-, Kreis-, Landes- und Bundesebene des Kreislandfrauenverbandes. Bemerkenswert: Die Zahl der Mitglieder steigt. Besonders interessant dabei: Mehr als die Hälfte der Mitglieder (58 %) kommen aus anderen Berufsgruppen als auf der Landwirtschaft.

Landfrauen-Vertreterinnen, so Jürgensmeier-Lotz seien auf vielen Ebenen unterwegs. Es sind neue Kreis-Formate wie der Agrarstammtisch oder die AG Imagewerbung Hauswirtschaft geschaffen worden. Die Projektarbeit wurde ausgebaut. Vor allem das Netzwerken hat an Bedeutung gewonnen, den ländlichen Raum mitzugestalten.

Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sind und bleiben große Schwerpunkte. Wer will, findet und erfährt etwas über die Landfrauen aus dem Kreis Steinfurt auch in allen sozialen Medien. Schließlich sind im Verlauf des Vormittages auch noch die Landfrauen aus Mesum und Saerbeck für besondere Ortsaktionen (für das Projekt „Heimat bewahren – heimisch werden“ beziehungsweise für eine Fotodokumentation, die das Leben und Arbeiten in der Gemeinde dokumentiert) ausgezeichnet worden.

Große Aufmerksamkeit wurde Rolf Brauch , Bildungsreferent der Ländlichen Heimvolkshochschule Neckarelz, geschenkt. Er appellierte an seine Zuhörer, Veränderungen nicht mit Angst, sondern mit Aufgeschlossenheit und Mut zu begegnen. Dankbarkeit und Vertrauen als Grundtugenden seien wichtig, Zukunft zu gestalten. Bauch zitierte Persönlichkeiten aus Geschichte, Kunst, Kultur, Musik, Literatur sowie Politiker, Philosophen, Geistliche, Weltveränderer und -verbesserer dazu, wie sie Wendepunkten begegnet sind und was man braucht, den Halt nicht zu verlieren. „Nicht Wertewandel, sondern der Wandel in die Beliebigkeit ist das Problem“, riet er, auf die Gesundheit zu achten, die Familie als Kraftquelle zu nutzen, zu tun, was einem wirklich wichtig ist und nicht nach dem Warum, sondern danach zu fragen, woher man kommt und wohin man will. Wer ständig auf der Überholspur, immer „online“ sei, laufe Gefahr, die Balance zu verlieren, riet Brauch zur Entschleunigung, gelassener durchs Leben zu gehen, sich auf seine Wurzeln zu besinnen und den Mitmenschen mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen: „In den Übergängen des Lebens liegt eine große Kraft, die gilt es zu nutzen.“

Zum Thema

Eine Bilderstrecke zu dieser Veranstaltung steht online auf der Internetseite dieser Zeitung.

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