Kreis Steinfurt hebt Kulturfördermittel an
Kleines Geld für große Leistungen

Kreis Steinfurt -

„Es ist ausreichend Geld im System“, hatte Landrat Dr. Klaus Effing im November bei der Einbringung des mittlerweile verabschiedeten Haushalts erklärt und prognostiziert, dass die öffentlichen Haushalte zumindest bis Ende 2019 kein Ertragsproblem haben werden. Finanziell gehe es dem Kreis, nicht zuletzt aufgrund sprudelnder Steuerquellen, gut. Und diese relativ entspannte Situation führt unter anderem dazu, dass die Kulturförderung nicht nur für weitere fünf Jahre fortgeführt wird, sondern die Zuschüsse erstmals seit langem auch für einige Vereine und Institutionen erhöht werden.

Donnerstag, 15.02.2018, 15:02 Uhr

„Es ist ausreichend Geld im System“, hatte Landrat Dr. Klaus Effing im November bei der Einbringung des mittlerweile verabschiedeten Haushalts erklärt und prognostiziert, dass die öffentlichen Haushalte zumindest bis Ende 2019 kein Ertragsproblem haben werden. Finanziell gehe es dem Kreis, nicht zuletzt aufgrund sprudelnder Steuerquellen, gut. Und diese relativ entspannte Situation führt unter anderem dazu, dass die Kulturförderung nicht nur für weitere fünf Jahre fortgeführt wird, sondern die Zuschüsse erstmals seit langem auch für einige Vereine und Institutionen erhöht werden. Teilweise war die Mittel in den Vorjahren sogar gekürzt worden. Darauf haben sich alle im Kreistag vertretenen Parteien geeinigt. Zuletzt hat der Schul-, Kultur- und Sportausschuss einen entsprechenden Beschlussvorschlag gefasst – einstimmig.

Geld wird sowohl für Einzelmaßnahmen, die eng mit den Kommunen verzahnt sind, als auch qualitativ hochwertige, längerfristig angelegte kreisweite Projekte, Initiativen und Dachverbände zur Verfügung gestellt. Im einzelnen wurden folgende Zuschüsse (insgesamt 75 600 Euro) festgelegt: Heimatschützenbund von 900 auf 1000 Euro, Welbergener Kreis von 900 auf 1000 Euro, „Jugend musiziert“ von 1535 auf 1800 Euro, Sängerkreis Nordwestfalen 2300 Euro (keine Erhöhung); Freilichtbühne Greven-Reckenfeld von 7200 auf 8500 Euro, Kreisheimatbund von 7413 auf 7500 Euro, Musik schlägt Brücken von 8100 auf 8500 Euro, Münsterland Festival/Summerwinds 10 000 Euro (keine Erhöhung) und Freilichtbühne Tecklenburg von 32 200 auf 35 000 Euro.

Die Summen, so räumten die Politiker ein, seien nicht riesig, würden zumindest aber ein Stück weit die Anerkennung der Politik für die Vereine und Initiativen und ihr ehrenamtliches Engagement ausdrücken, die sich für die Förderung von Kultur und lokaler Identität in der Region einsetzen. Die Leistungen der Vereine auf diesem Gebiet seien außerordentlich. Schon mit „kleinem Geld“ würde an vielen Stellen Erstaunliches geleistet.

Zugleich wurde mehr Geld zur „Unterstützung kultureller Aktivitäten“ (Projektförderung) veranschlagt. Diese Haushaltsstelle ist von 8550 auf 12 000 Euro angehoben worden. Der Kreis rechnet in diesem Zusammenhang damit, dass sich die Zahl der Anträge erhöht und es deshalb auch zu einem erhöhten Förderbedarf kommt.

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