Auszeichnung für Öko-Profit-Betriebe 2018 im Kreis Steinfurt
Umweltfreundliches Wirtschaften mit Gewinn

Kreis Steinfurt -

NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking und Landrat Dr. Klaus Effing haben am Donnerstagabend 16 Unternehmen ausgezeichnet, die am Öko-Profit-Projekt 2018 teilgenommen haben.

Freitag, 16.03.2018, 16:03 Uhr

NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking und Landrat Dr. Klaus Effing mit Vertretern der ausgezeichneten Öko-Profit-Betriebe 2018 aus dem Kreis Steinfurt. Insgesamt 16 Unternehmen, überwiegend klein- und mittelständische Firmen, haben sich beteiligt, neun zum ersten und sieben zum wiederholten Mal.
NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking und Landrat Dr. Klaus Effing mit Vertretern der ausgezeichneten Öko-Profit-Betriebe 2018 aus dem Kreis Steinfurt. Insgesamt 16 Unternehmen, überwiegend klein- und mittelständische Firmen, haben sich beteiligt, neun zum ersten und sieben zum wiederholten Mal. Foto: Drunkenmölle

Öko-Profit, davon sind alle Beteiligten überzeugt, zahlt sich aus. Für die Unternehmen, die abgesehen vom Imagegewinn reichlich Betriebskosten und Ressourcen sparen. Für die eingebundenen Mitarbeiter, die fachübergreifend Spaß und Motivation entwickeln, die Arbeitsplatzqualität in ihren Betrieben zu steigern und im Idealfall auch zu sichern. Und natürlich für Umwelt und Klima, die weniger mit Schadstoffen belastet werden.

16 Firmen, neun zum ersten und sieben zum wiederholten Mal, haben an der 9. Runde dieses vom Land geförderten Projekts im Kreis Steinfurt teilgenommen. Am Donnerstag sind ihnen die Zertifikate in Rheine von der zuständigen NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking und Landrat Dr. Klaus Effing mit dem eindringlichen Appell überreicht worden, die Ziele weiter konsequent zu verfolgen und weitere Mitstreiter in dieser Sache mit ins Boot zu holen. Effing kündigt an, dass es auch eine zehnte Auflage von Öko-Profit im Kreis Steinfurt geben wird.

Auszeichnung Öko-Profit-Betreibe 2018 Kreis Steinfurt

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  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: kreis Steinfurt
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle
  • Auszeichnung der Öko-Profit-Betriebe 2018 Kreis Steinfurt im TaT Rheine Foto: Drunkenmölle

Gastgeber war das von Adnan Yesilbas vertretene TaT Rheine. Dort führten Dorothee Meier und Johannes Auge von der B.A.U.M Consult GmbH /Wesseling GmbH, die das Projekt erneut in Zusammenarbeit mit Michael Heuer vom Umwelt- und Planungsamt des Kreises fachlich betreut und die Teilnehmer beraten hat, durch den Abend und eröffneten den Gästen eine eindrucksvolle Bilanz: Seit der ersten Öko-Profit-Runde im Kreis Steinfurt konnten die insgesamt 115 ausgezeichneten Unternehmen etwa 42,4 Mio. Kilowattstunden Energie, 17 600 Tonnen CO, 6100 Tonnen Restmüll und rund 147 000 m³ Wasser jährlich vermeiden beziehungsweise einsparen. Bei einer einmaligen Gesamtinvestition von etwa 13,4 Mio. Euro seien die Firmenkassen jährlich um rund 5,7 Mio. Euro entlastet worden.

  Foto: Colourbox.com / Grafik. chr

In der jüngsten Öko-Profit-Runde sind 106 Einzelmaßnahmen angepackt worden. 68 davon lassen sich bereits monetär bewerten: 1,6 Mio. Euro wurden in Umweltprogrammen investiert, 1,07 Mio. Euro Einsparungen erzielt. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich das Invest durchschnittlich bereits nach eineinhalb Jahren amortisiert. Angesichts dieser ökonomischen Bilanz sei die Anfangsfrage beim Start von Öko-Profit eigentlich umzudrehen: Nicht „Warum sollten Betriebe mitmachen?“ sollte sie lauten, sondern „Warum werfen viele Unternehmen, insbesondere kleinere und mittlere, ihr Geld weiterhin zum Fenster hinaus?“.

Ein Blick in den Maßnahmenkatalog zeigt, das es manchmal schon reicht, an kleinen Rädchen zu drehen, um Veränderungen in Betriebsabläufen und -strukturen, insbesondere aber in den Köpfen der Belegschaften zu bewirken. Etwa die Hälfte der Maßnahmen wurde angestoßen, um Energie zu sparen, weitere Projekte beschäftigten sich mit Ressourceneinsparungen, Abfallvermeidung, Optimierung und Einsatz umweltschonender und energieeffizienterer Technik. Deutlich wurde, dass Digitalisierung, etwa bei der Büroorganisation, auch bei Öko-Profit eine immer größere Bedeutung bekommt. Berücksichtigt wurde bei der Zertifizierung aber auch, wie ein Bio-Obst-Tag ein gesundes Betriebsklima fördern kann. Anderswo wurden die Mitarbeiter motiviert, statt mit dem Auto mit dem Rad zur Arbeit zu kommen.

Die positiven Effekte für die Umwelt seien vielleicht weniger sichtbar als die finanziellen Vorteile. Aber keineswegs weniger wichtig, wie sowohl Klaus Effing als auch Christina Schulze Föcking auf den Abschlussbericht Bezug nahmen. „Öko-Profit ist ein wirkungsvoller Beitrag für nachhaltige Kommunalentwicklung“, erklärte Effing auch mit Blick auf das Kreisprogramm, bis 2050 energieautark zu werden. „Gewinner sind wir alle“, pflichtete Schulze Föcking ihrem Vorredner bei. Die Energiewende herbeizuführen, sei eine der größten Herausforderungen der Gegenwart – und ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Es gelte, die Menschen weiter für umweltfreundliches Wirtschaften zu sensibilisieren: „Wir wollen Ökologie, Ökonomie und Soziales in Gleichklang bringen.“

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Weitere Fotos online in einer Bilderstrecke auf der Homepage dieser Zeitung.

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