Feldvogel-Inseln in Äckern
Prämien für unbewirtschaftete Flächen

Kreis Steinfurt -

Schon seit einigen Jahren gehen die Bestandszahlen der Feldvögel drastisch zurück – auch der Kreis Steinfurt ist hier keine Ausnahme. Um dem Bestandseinbruch der Arten zu stoppen, wird wieder eine einmalige Prämie im Rahmen der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie vom Land NRW zur Verfügung gestellt. Das teilt die Kreisverwaltung mit. 

Montag, 16.04.2018, 16:04 Uhr

Die Zahl der Feldvögel geht drastisch zurück. Das Förderprogramm des Landes soll sie schützen.
Die Zahl der Feldvögel geht drastisch zurück. Das Förderprogramm des Landes soll sie schützen. Foto: Matthias Schulte

Mit dem Frühling beginnt die Brutzeit der heimischen Vögel. Auch Feldvögel wie Kiebitz, Feldlerche und Rebhuhn können auf und über zahlreichen landwirtschaftlichen Nutzflächen bei der Balz beobachtet werden. Kiebitz und Co. mögen vor allem im Frühjahr noch unbearbeitete Flächen, auf denen später Mais oder andere Feldfrüchte angebaut werden. Wenn in der Brutphase aber die landwirtschaftlichen Flächen zur Einsaat vorbereitet werden, gehen bei der Bodenbearbeitung viele Gelege verloren. Schon seit einigen Jahren gehen die Bestandszahlen der Feldvögel drastisch zurück – auch der Kreis Steinfurt ist hier keine Ausnahme. Um dem Bestandseinbruch der Arten zu stoppen, wird wieder eine einmalige Prämie im Rahmen der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie vom Land NRW zur Verfügung gestellt. Das teilt die Kreisverwaltung mit. 

Angesprochen werden Landwirte, die ihre Ackerflächen noch nicht bestellt haben. Für die Anlage von unbewirtschafteten Teilbereichen innerhalb einer Ackerfläche und dafür, auf jegliche Bearbeitung dieser Inseln ab dem 1. April bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht zu verzichten, wird ein Ausgleichsbetrag gezahlt. Der Betrag richtet sich in der Höhe nach der Feldfrucht, in der die Brache eingerichtet wird. So wird beispielsweise 1230 Euro je Hektar bei Silomais gezahlt, vorausgesetzt auf den Flächen befinden sich mindestens drei Feldvogelpaare.

 Auf der Internetseite der Bezirksregierung Münster ist das Programm näher erläutert. Dort sind auch die Anträge zu finden. Um eine Förderung beantragen zu können, ist ein Nachweis der Vögel auf der Fläche notwendig, der durch eine Biologische Station oder durch die Naturschutzbehörden erbracht werden kann.

Zum Thema

 Informationen und auch Einzelberatung zu Vertragsnaturschutz und Agrarumweltmaßnahmen gibt die Biodiversitätsberaterin der Landwirtschaftskammer, Stefanie Feldmann, ' 0 25 41/9 10-2 49, oder die Kreisstelle in Saerbeck, ' 0 25 74 /9 27 70, oder die Biologischen Station Kreis Steinfurt, ' 0 54 82/92 91-0, oder die Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt, ' 0 25 51/69-14 31.

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