WertArbeit führt Café im Kloster Gravenhorst weiter
Belebung durch neue Veranstaltungsformate

Kreis Steinfurt -

Die WertArbeit wird das Café im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel weiterführen. Diese Entscheidung hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung noch vor der Sommerpause hinter verschlossenen Türen getroffen.

Montag, 23.07.2018, 16:48 Uhr

Unter anderem sollen neue Angebote für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler die Gastronomie im Klostercafé in Gravenhorst beleben.
Unter anderem sollen neue Angebote für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler die Gastronomie im Klostercafé in Gravenhorst beleben. Foto: WertArbeit

Der Entscheidung vorausgegangen war eine öffentliche Ausschreibung und eine lange, unter anderem in einer eigens eingerichteten Fachkommission geführten Diskussion darüber, wie das Organisations-, Veranstaltungs- und Marketingkonzept des Kunstklosters mit Blick auf eine stärkere Verankerung in der Region weiterentwickelt werden kann.

Neben den Bausteinen Kunst und Denkmal stand auch die Gastronomie auf dem Prüfstand. So sollten die Räume besser genutzt, das Außengelände stärker einbezogen, die Zuständigkeiten besser geklärt und das Veranstaltungs- und Marketingkonzept besser miteinander abgestimmt werden.

Auf der einen Seite sollte der Kunst- und Ausstellungsbetrieb noch attraktiver gestaltet, auf der anderen Seite aber auch die Erträge gesteigert werden, um endliche eine „schwarze Null“ ohne weitere Zuschüsse der öffentlichen Hand schreiben zu können.

Wie Kulturdezernent Tilman Fuchs auf Nachfrage erklärte, habe bei dem Bieterverfahren neben der WertArbeit ein zweiter Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen, ihn dann wieder zurückgezogen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag erhalten haben“, sagt Martin Laubrock, Leiter des Cafés auch mit Blick auf die Planungssicherheit, die der Betrieb jetzt bekommt. Der alte Vertrag war im vergangenen Jahr nur bis Ende 2018 verlängert worden, der neue Kontrakt wird für fünf Jahre, bis 2022, geschlossen.

Die WertArbeit betreibt das Café seit 2014 als Inklusionsbetrieb und beschäftigt im Küchen- und Serviceteam mehrere Menschen mit Handicap, die bislang keinen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt finden konnten. Seit dem vergangenen Jahr absolviert dort zudem ein afghanischer Flüchtling eine Ausbildung zur Fachkraft in der Gastronomie (wir berichteten).

Dieses, nach Ansicht der WertArbeit bewährte Konzept soll fortgeführt und das Café darüber hinaus mit neuen Veranstaltungsformaten für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler zu einem attraktiven Ort der Begegnung und Entspannung gemacht werden. Das kündigt Bernd Moorkamp, Geschäftsführer der WertArbeit, an.

Verwiesen wird vom Kreis in diesem Zusammenhang insbesondere auf das besondere Ambiente des Standorts und die Möglichkeiten, Veranstaltung unterschiedlichster Art und zugeschnitten auf individuelle Wünsche durchführen zu können.

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