Wirtschaft und Digitales
Hype oder Entwicklung?

Kreis Steinfurt -

Die digitale Entwicklung schreiet in immer größeren Schritten voran. Sollen Wirtschaft, Marketing und Dienstleister da immer mithalten? Um jeden Preis? Darüber fachsimpelten jetzt 120 Vertreter der hiesigen Wirtschaft auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt.

Mittwoch, 26.09.2018, 09:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 09:00 Uhr
Christian Spancken, Ulf Gassner, Sandra Staudt, Carsten Frick, Tanja Kolhoff, Marius Merkel, Iris Lange-Wewer, Susanne Schlüters diskutierten mit dem Auditorium.
Christian Spancken, Ulf Gassner, Sandra Staudt, Carsten Frick, Tanja Kolhoff, Marius Merkel, Iris Lange-Wewer und Susanne Schlüters diskutierten mit dem Auditorium. Foto: BVMW

Agiles Marketing soll interaktiv Menschen bewegen. Veränderungen aus der Wirtschaftswelt werden dabei nicht als störend empfunden, sondern fließen beständig und bereichernd mit ein, um kundennahe Maßnahmen zu entwickeln. So erhofft man sich auch Wettbewerbsvorteile. Wie das gehen soll erfuhren jetzt 120 Unternehmer aus dem Kreis und Münsterland im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Steinfurt.

Susanne Schlüters, Leiterin des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) brachte es auf den Punkt: „Unsere Märkte ändern sich immer schneller und wir können nur überleben, wenn wir den neuen Paradigmen folgen oder deren Entwicklung sogar anführen.

Nur so können wir die Erwartungen unserer Kunden erfüllen und im besten Fall übertreffen.“ Daher sei Agile Marketing kein Hype, sondern eine sinnvolle Entwicklung mit großem Nutzen für den Mittelstand.

Experten und Praktiker gaben Tipps, wie sich der Mittelstand die agile Welt zu Nutzen machen kann. Speakerin Sandra Staudt aus Münster moderierte die Talkrunde „Agilog“. Die Veränderung der Kundenansprache durch das Internet und die Digitalisierung ermöglichten Einsatzbereiche moderner Automations-Tools. Wie das Business zum Selbstläufer werden kann erläuterte Carsten Frick aus Emsdetten (Geschäftsführer Marketing Messbar).

Wie dynamisches Marketing im Mittelstand auch im Laden um die Ecke geht, zeigt Tanja Kolhoff von der Bäckerei und Konditorei. Sie sieht die besonderen Herausforderungen für dynamisches Marketing in schnellen Reaktionen, klugen Formulierungen und erfolgreichem Netzwerken.

Für Startupper Sebastian Specht (Karosso) ist klar: Die „Jungen“ lernen nicht mehr nur von den „Alten“, sondern der Mittelstand könnten sich heute von den jungen Startups eine Menge abschauen. Inzwischen begleitet er die digitale Transformation der Hagebau und ist Juniorchef im elterlichen Unternehmen (Baustoffhandel Tecklenburger Land).

Das „Startup Cloud Garage“ innerhalb der IBM zeigte wie man eine Brücke zum Mittelstand schlagen kann. Marius Merkel, Experte für Innovationstechnologien, gab wertvolle Impulse rund um innovativen Teamgeist und offene Kreativität.

Ulf Gassner, ConceptX, setzt mit Hilfe des Umfrage- und Voting-Tools „Mentimeter“ auf wichtige Interaktionen, die von vielen Besuchern gut angenommen worden sind. als Mehrwert im eigenen Unternehmen, etwa für interne Meetings oder Mitarbeiterumfragen.

Mit seinem Vortrag „So entkommen Sie der digitalen Ignoranz“ traf Christian Spancken den Nerv der Zeit. „Digital zu denken bedeutet: an den Kunden denken, seine Sicht einnehmen und seine Wünsche erfüllen – nicht nur die Wünsche nach Produkten und Services, sondern auch nach Mitbestimmung und sinnvoller Kommunikation,“ so der Digital-Experte. So könne durch strategisches Marketing mehr Umsatz generiert werden.

Susanne Schlüters zog ein positives Fazit: „Der BVMW zeigte sich mit diesen Themen sehr fortschrittlich. Durch das vielfältige Programm konnte sich jeder Impulse für sein eigenes Unternehmen mitnehmen.“

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Zusätzlicher Chef fürs Klarastift
 
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