Kreis-SPD verurteilt den „Pakt für den Sport“ als „Mogelpackung“
„Geld für Menschen investieren“

Kreis Steinfurt -

Als eine „Mogelpackung“ bezeichnet die Kreistagsfraktion der SPD den „Pakt für den Sport“, den die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Kreissportbund überarbeitet hat und verabschieden will. Die Vereinbarung soll die Sportförderung im Kreis Steinfurt für die kommenden fünf Jahre festzurren.

Mittwoch, 03.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.10.2018, 06:00 Uhr

Wie die Sozialdemokraten in einem Pressebericht schreiben, kämen dem Sport lauf Verwaltung kämen jährlich 57 000 Euro mehr als bisher zugute. „Rund 15 000 Euro werden nur innerhalb des Kreisetats verschoben, weitere Tausende dienen der Finanzierung von Festveranstaltungen und begünstigen den Sport daher nicht unmittelbar. Die Erhöhung der Vereinsunterstützung um 25 Cent pro Mitglied verdeckt, dass in den 90ern die gesamte Sportförderung halbiert wurde“, erläutert Anne Rottmann, Sprecherin der SPD im Schul-, Kultur- und Sportausschuss, die Zusammenhänge. Zudem sei der Kreissportbund seit Jahren unterfinanziert. „Dass immer mehr Projekte stattfinden, ist für uns zwar erfreulich. Dahinter steckt aber eine enorme Organisationsleistung, die nicht zuletzt dem Kreissportbund zu verdanken ist.“ Um die Verwaltungskosten finanzieren zu können, hätten vor einiger Zeit sogar die Beiträge der Mitgliedsvereine verdoppelt werden müssen. Dennoch verbleibe eine Lücke.

„Sport dient der Identitätsentwicklung, stiftet Werte und Gemeinschaftsgefühl. Im Sport findet gelebte Integration statt. Angesichts der Tatsache, dass der Kreis Steinfurt aktuell Millionen in Beton investiert, sollten uns die Menschen etwas mehr wert sein“, findet die SPD. Sie wollen daher den Sport finanziell stärker unterstützen und planen entsprechende Initiativen für die anstehenden Haushaltsdebatten.

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