Jahresveranstaltung des Steinfurter Bündnisses gegen Depression: (Über-)leben mit einem Trauma
Wenn die Seele verwundet ist

Kreis Steinfurt -

Was es heißt, „Wenn die Seele verwundet ist“, steht im Mittelpunkt der Jahresveranstaltung des Steinfurter Bündnisses gegen Depression. Es lädt Betroffene, Angehörige und alle, die sich für das Thema interessieren, ein, am Mittwoch (17. Oktober) um 18 Uhr in Stroetmanns Fabrik nach Emsdetten, Friedrichstraße 2, zu kommen.

Sonntag, 14.10.2018, 15:06 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 15:06 Uhr
Körper und Geist können aus dem Gleichgewicht bei Menschen geraten, die unter einem Trauma leiden. Das Steinfurter Bündnis, angeführt von Dr. Christos Chrysanthou, Dr. Klaus Effing und Dr. Anke Bösenberg (kl. Bild, vl.), will auf seiner öffentlichen Jahresveranstaltung am Mittwoch Ursachen, Folgen und Therapien vorstellen.
Körper und Geist können aus dem Gleichgewicht bei Menschen geraten, die unter einem Trauma leiden. Das Steinfurter Bündnis, angeführt von Dr. Christos Chrysanthou, Dr. Klaus Effing und Dr. Anke Bösenberg (kl. Bild, vl.), will auf seiner öffentlichen Jahresveranstaltung am Mittwoch Ursachen, Folgen und Therapien vorstellen.

Auslöser können ein unvorhergesehenes Ereignis wie ein Unfall, eine Naturkatastrophe, eine Krankheit, eine Vergewaltigung, der Verlust einer geliebten Person oder die langwierigen Folgen von Krieg, Flucht und Vertreibung, von körperlichem und sexuellem Missbrauch oder von emotionaler Vernachlässigung sein. Traumata haben viele Ursachen. Das seelische Gleichgewicht gerät ins Schwanken. Der Körper spielt nicht mehr mit. Die Hilflosigkeit wird immer größer, alles nicht mehr verarbeiten und bewältigen zu können.

Was es heißt, „Wenn die Seele verwundet ist“, steht im Mittelpunkt der Jahresveranstaltung des Steinfurter Bündnisses gegen Depression. Es lädt Betroffene, Angehörige und alle, die sich für das Thema interessieren, ein, am Mittwoch (17. Oktober) um 18 Uhr in Stroetmanns Fabrik nach Emsdetten, Friedrichstraße 2, zu kommen. Dort erfahren die Besucher Wissenswertes zu Ursachen und Folgen der Krankheit und alles darüber, was man unternehmen kann, mit einem Trauma zu (über-)leben.

  Foto: Drunkenmölle

Für den größten Teil der Menschen besteht das Risiko, irgendwann in eine vergleichbare Situation zu geraten, machen Dr. Christos Chrysanthou, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Lengerich sowie Vorsitzender des Bündnisses, sowie Dr. Anke Bösenberg, stellvertretende Leiterin und Psychiatrie-Koordinatorin im Kreisgesundheitsamt sowie stellvertretende Bündnis-Vorsitzende, die Bedeutung des Themas klar. Es können anhaltende Störungen entstehen. Nach der Depression zählt die „Posttraumatische Belastungsstörung“ zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland.

„Wir wollen Aufklärung betreiben, Vorurteile und Vorbehalte abbauen, Tabus brechen, Stigmatisierung bekämpfen und Behandlungswege aufzeigen“, beschreiben Chrysanthou und Bösenberg das Ziel dieses Abends. Frühzeitig erkannt und therapiert, hätten Patienten große Chancen, geheilt zu werden. Chrysan­thou macht Mut: „Da gibt es mittlerweile eine ganze Reihe erfolgreicher Möglichkeiten.“ Individuelle Verwundbarkeit und gesund erhaltende Faktoren spielen dabei eine große Rolle. Auch damit will sich dieser Abend auseinandersetzen.

Dr. Klaus Effing unterstützt das Bündnis. Der Landrat hat die Schirmherrschaft übernommen. Er betont, wie wichtig es ist, die Bevölkerung zu sensibilisieren. In den elf Jahren seit ihrer Gründung habe die Initiative wertvolle Arbeit geleistet. Effing ist auch am Mittwoch dabei. Er wird ein Grußwort sprechen.

Die von Franz-Josef Konermann, Schatzmeister des Bündnisses, moderierte Veranstaltung ist so aufgebaut, dass Christos Chrysanthou zunächst über die Bündnis-Aktivitäten berichten und danach Dr. Ann-Katrin Spellmann, Oberärztin im Gesundheitscampus Emsdetten des UKM Marienhospital Steinfurt, in das Thema einführen wird. Anschließend kommt es zu einem Gespräch mit Margret Kleine Kracht, Traumpädagogin und Therapeutin in der LWL-Klinik Lengerich. Sie wird mit Betroffenen über deren Krankheitsverlauf und dem Umgang mit ihrem Trauma sprechen. In einer Café-Runde besteht dann die Möglichkeit, sich über Auswirkungen einer Traumatisierung und über (Selbst-)Hilfen auszutauschen. Anke Bösenberg übernimmt die Moderation. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass jeder ganz frei entscheiden kann, ob er sich einbringen oder einfach nur zuhören will.

Ein kleiner Imbiss wird zum Ausklang gereicht.

Zum Thema

Anmeldungen erbeten im Sekretariat Dr. Chrysanthou, ' 0 54 81/ 1 22 12, E-Mail a.lier@lwl.org.

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