Projekt „Europa in Westfalen“
Denkmale sind Geschichtsbücher

Rheine/Kreis Steinfurt -

Was kann ein Kloster wie in Bentlage zur Geschichte Europas erzählen? Viel, wenn man genau hinguckt, finden die Verantwortlichen des Projekts „Europa in Westfalen“ . Alte Gebäude sind wie Geschichtsbücher - darin stöbern hilft, sie zu entdecken.

Mittwoch, 07.11.2018, 18:50 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.2018, 18:50 Uhr
Das Projekt „Europa in Westfalen“ ist im Salzsiedehaus in Rheine offiziell beendet worden. Die Verantwortlichen zogen eine positive Bilanz und werben für eine Fortsetzung.
Das Projekt „Europa in Westfalen“ ist im Salzsiedehaus in Rheine offiziell beendet worden. Die Verantwortlichen zogen eine positive Bilanz und werben für eine Fortsetzung. Foto: Erhard Kurlemann

Europa vor der Haustür? – Burgen, Schlösser, Kirchen und viele andere Gebäude erzählen europäische Geschichte. Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), hebt am Mittwoch im Salzsiedehaus in Rheine hervor, dass die Kultur ein wichtiges verbindendes Element zwischen den Völkern in Europa sei. „Bauten erleben und erkunden, Geschichtsorte erhalten und sie verstehen“ ist nach den Worten der Archäologin ein wichtiger Bildungsauftrag. Sie freut sich, dass das Projekt „Europa in Westfalen“ dazubeigetragen habe, Denkmäler und ihre Bedeutung in Erinnerung zu rufen. „Deshalb ist unser Projekt nachhaltig“, sagt sie. Die Dezernentin appelliert an die „junge Generation“, die Bereitschaft und das Interesse dazu mitzubringen.

Dr. Oliver Karnau , neben Dr. Barbara Seifen Projektverantwortlicher, betont, dass Baudenkmale Geschichten erzählen, auch über Europa. Barbara Seifen ergänzt, die Geschichte des Klosters Bentlage sei ein Beispiel für viele Verbindungen und Begegnungen in Europa. Als außerschulischer Lernstandort sei das Kloster ohnehin „sehr interessant“.

Diesen Gedanken greift Karl-Heinz Brauer auf. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Rheine sagt, die Abschlussveranstaltung in Rheine sei eine Ehrung für die Stadt. Die mit dem Projekt in ganz Westfalen verbundenen Projekttage hätten bewiesen, dass es möglich sei, alten Gebäuden neue Geschichten zu entlocken.

„Die LWL-Denkmalpflege hat mit Bildungspartnern an insgesamt 22 Orten Angebote entwickelt, die Stadt und Land für junge Leute zu einem Geschichtsbuch zum Anfassen machen“ blickt Oliver Karnau zurück. So könnten die Menschen erleben, dass sich europäische Geschichte auch an den Baudenkmälern vor der Haustür ablesen lasse.

„Denkmäler bieten Lernanlässe, um sich mit historischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen“, wirbt Barbara Rüschoff-Parzinger. Diese Erfahrungen seien hilfreich, um das Leben „im Hier und Jetzt“ einordnen zu können und Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können.

Wie aktuell Denkmale sein könne, unterstreicht eine Gruppe der Freilichtbühne Billerbeck. Sie zeigt in einem spontanen Theaterstück die Geschichte des Salzgewinnens – lebenswichtiges weißes Gold.

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