CDU-Kreistagsfraktion will wohnortnahe Kindergärten fördern
Chance für die Dorfentwicklung

Kreis Steinfurt -

„Da, wo Gemeinschaftsleben lebendig und stark spürbar ist, wird eine eigene, im Dorfleben stark verwurzelte Kita eine weitere dynamische Chance zur Dorfentwicklung werden.“ Davon ist die Kreistagsfraktion der CDU überzeugt. Sie bringt jetzt einen Antrag in die politischen Beratung ein, um insbesondere in kleinen Gemeinden Standorte von Kindertageseinrichtungen zu stärken oder neu zu schaffen.

Dienstag, 12.02.2019, 16:40 Uhr

„Da, wo Gemeinschaftsleben lebendig und stark spürbar ist, wird eine eigene, im Dorfleben stark verwurzelte Kita eine weitere dynamische Chance zur Dorfentwicklung werden.“ Davon ist die Kreistagsfraktion der CDU überzeugt. Sie bringt jetzt einen Antrag in die politischen Beratung ein, um insbesondere in kleinen Gemeinden Standorte von Kindertageseinrichtungen zu stärken oder neu zu schaffen. Ziel sei es, so teilt die Fraktion mit, eine Betreuung der Mädchen und Jungen zu erreichen, die näher dran ist an den Familien und ihren Wohnorten.

„Die kleinen Ortsteile sind in der Kita-Planung zwar sozialräumlich erfasst, können oft jedoch nicht in vollem Umfang die Kinder aus ihrem direkten Umfeld aufnehmen“, schildert die Union ihre Beobachtungen. Sie befürchtet: „Kinder werden früh zu Fahrkindern, Eltern durch Zeitaufwand zusätzlich belastet.“ Nicht überall könne man auf Nachbarschafts-, Oma-Opa-Bring- und Holdienste zurückgreifen. Dem Bedarf entsprechende Übergangsgruppen, zumindest aber Ein-Gruppen- oder als Dependancen geführte Kitas, könnten die Basis für weitere, wohnstandortnahe Angebote sein.

„Sicher ist, die allermeisten Eltern wünschen sich nahe Kitas. Dörfliche Kitas mit familiärem Charakter sind wichtig und tragen zur Verwurzelung und vor allem zur Belebung des Dorfes bei, werden zum Treffpunkt zwischen den Generationen und damit zu einem weiteren wertvollen Ortsmittelpunkt mit einem breiten bürgerschaftlichem Engagement“, fasst CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Grunendahl zusammen, was die Union bewogen hat, den Antrag zu stellen. Bisher seien einzelne Dorf-Kitas an der Grenze zu bestimmten Schwellenwerten, häufiger jedoch an betriebswirtschaftlichem Rahmenbedingen gescheitert. Benno Hörst nannte in diesem Zusammenhang Welbergen als Beispiel eines neu zu ziehenden Sozialraumes für einen (dort noch nicht vorhandenen) dorfeigenen Kindergarten – ohne die Langenhorster Einrichtung zu gefährden. Der gut gehende Dorfladen und die Gemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehr würden zeigen, wie der Zusammenhalt in einer Dorfgemeinschaft funktioniere und wie groß das Interesse an der Dorfentwicklung sei.

Die beschlossenen Erweiterungen „Birgte“ (Riesenbeck) sowie in der Steinfurter Bauerschaft Hollich und die damit verbundene Bestandssicherung seien positive Entwicklungen, fügt Doris Gremplinski aktuelle Beispiele an. Jedes Dorf lebe so von und mit Kindern. Für Familien seien Kitas in unmittelbarer Nachbarschaft ein Ort, an dem sie sich auch informell gern treffen, sich austauschen und auch gegenseitig unterstützen. Das sei Sozialarbeit auf Gegenseitigkeit.

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