Kriminalitätsentwicklung im Kreis Steinfurt im Zehn-Jahres-Tief
Große und kleine Ganoven haben es immer schwerer

Kreis Steinfurt -

Der Polizei im Kreis Steinfurt ist es im vergangenen Jahr gelungen, die kriminelle Energie von Straftätern weiter einzudämmen. Mit 24 255 Fällen ist die Zahl der Straftaten auf einem Zehn-Jahres-Tief angekommen und im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal um 5,4 Prozent gesunken.

Mittwoch, 13.02.2019, 16:44 Uhr

Der Polizei im Kreis Steinfurt ist es im vergangenen Jahr gelungen, die kriminelle Energie von Straftätern weiter einzudämmen. Mit 24 255 Fällen ist die Zahl der Straftaten auf einem Zehn-Jahres-Tief angekommen und im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal um 5,4 Prozent gesunken. „Man spricht in diesem Zusammenhang eigentlich nicht von Rekorden. Aber das ist wirklich ein außergewöhnlich positives Ergebnis“, zollte Landrat Dr. Klaus Effing allen, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben, seinen Respekt. „Ich bin stolz darauf, was unsere Polizei leistet“, erklärte der Behördenchef. Der Dank gelte aber auch allen Bürgern, die die Augen und Ohren offenhalten, den Gesetzesbrechern das Handwerk zu legen.

Einbrecher, Betrüger, Autoknacker, Fahrraddiebe – wie aus den umfangreichen Tabellen und Diagrammen hervorgeht, die der Leitende Polizeidirektor Frank Fichtner , Kriminaldirektor Uwe Klatt und Kriminalrätin Maria-Eva Wilpsbäumer der Öffentlichkeit am Mittwoch im Kreishaus vorgestellt haben, wird den großen und kleinen Ganoven das Leben offenbar immer schwerer gemacht. Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Es gibt weniger Straßenkriminalität, weniger Diebstähle, weniger Fahrradklau und auch weniger Straftaten rund um Kfz. Einzig Rauschgiftdelikte haben deutlich (plus 37 Prozent) zugenommen, was die Polizei mit der Nähe zu den Niederlanden, Kurierfahrten auf der B 54 und damit erklärt, dass Drogen immer häufiger über das Internet gehandelt und auf dem Postweg zugestellt werden.

Kriminaldirektor Uwe Klatt, Krimnalrätin Maria-Eva Wilpsbäumer, Leitender Polizeidirektor Frank Fichtner und Landrat Dr. Klaus Effing (v.l.) stellten am Mittwoch die Kriminalitätsentwicklung im Kreis Steinfurt vor.

Kriminaldirektor Uwe Klatt, Krimnalrätin Maria-Eva Wilpsbäumer, Leitender Polizeidirektor Frank Fichtner und Landrat Dr. Klaus Effing (v.l.) stellten am Mittwoch die Kriminalitätsentwicklung im Kreis Steinfurt vor. Foto: Drunkenmölle

Durch mehr Präsenz auf der Straße, mehr Präventionsarbeit, verstärkte Ermittlungsstrategien, Einsatztaktik und erhöhten Opferschutz sei es an vielen Stellen gelungen, Straftäter dingfest zu machen beziehungsweise abzuschrecken. Die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, sei so gering wie seit vielen Jahren nicht mehr, kommentierte Effing die Entwicklung. Der Gefährdungsgrad befindet sich deutlich unter dem Landeswert. Sie zeige, „im Kreis Steinfurt können die Bürgerinnen und Bürger nicht nur gut, sondern auch sicher leben“. Fichtner fügte an, dass die Bürger die Vision der Polizei, den Kreis sicherer zu machen, zu ihrer eigenen gemacht hätten.

Was die Art der Verbrechen betrifft, so zählen 65 Prozent der Straftaten zur Eigentumsdelikten. Mit 3,2 Prozent fällt der Anteil von Gewaltkriminalität vergleichsweise gering aus. Die Zahl (741) dort liegt auf dem Niveau des Vorjahres.

Dass die Fälle von häuslicher Gewalt von 353 in 2017 auf 409 in 2018 gestiegen sind, erklärte Maria-Eva Wilpsbäumer damit, dass es (beispielsweise auch durch den „Runden Tisch häusliche Gewalt“) gelungen sei, betroffene Frauen zu bewegen, ihre Ängste zu überwinden und Straftaten zur Anzeige zu bringen. Der Personaleinsatz sei in diesem Bereich deutlich erhöht, die Arbeit noch professioneller geworden, fügte Klatt an. Gleichwohl müsse man weiter von einer großen Dunkelziffer und Opferzahl ausgehen.

Gute Polizeiarbeit drückt sich auch in der Aufklärungsquote aus. Auch die ist im Kreis Steinfurt gestiegen. Jede zweite Straftat wurde aufgeklärt. Ein Wert auf Landesdurchschnitt.

Bei aller Freude über die erzielten Erfolge, wird die Polizei nicht nachlassen, Verbrechen zu bekämpfen, kündigte Polizei-Chef Fichtner an. Sei Appell richtete sich in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, wachsam zu sein, sich im Zweifel nicht zu scheuen, die 110 anzurufen und die Angebote von Polizei und Partner zu nutzen, sich zu schützen.

Was die Einsatzstärke betrifft, sei die Polizei im Kreis Steinfurt gut aufgestellt. Mehr Kräfte seien natürlich immer willkommen. „Aber“, so Fichtner, „da hat sich auch was getan. Wir können unsere Aufgaben wahrnehmen.“

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