Kleiner Verbandstag des VdK Kreis Steinfurt in Recke / Aktuell mehr als 14 000 Mitglieder
„Am Ball bleiben“

Kreis Steinfurt -

„Wir bleiben am Ball!“ Dieses Versprechen haben Dr. Reinhold Hemker und Dorothea Stauvermann den Mitgliedern während des Kleinen Kreisverbandtages des VdK Kreis Steinfurt gleich mehrfach gegeben. Zugleich haben der Kreisvorsitzende und seine Stellvertreterin damit auch den Appell verbunden, nicht nachzulassen in dem Engagement, Zukunft sozial zu gestalten.

Dienstag, 19.03.2019, 16:14 Uhr
77 Delegierte aus 30 Ortsverbänden waren eingeladen, am Kleinen Verbandstag des VdK Kreis Steinfurt in der Mensa der Fürstenberg-Schule in Recke teilzunehmen. Auch einige Kreistagsabgeordnete waren unter den Gästen.
77 Delegierte aus 30 Ortsverbänden waren eingeladen, am Kleinen Verbandstag des VdK Kreis Steinfurt in der Mensa der Fürstenberg-Schule in Recke teilzunehmen. Auch einige Kreistagsabgeordnete waren unter den Gästen. Foto: Drunkenmölle

Der VdK Recke war in diesem Jahr Ausrichter des Verbandstags. 77 Delegierte aus den 30 Ortsverbänden waren in die Fürstenberg-Schule eingeladen, Bilanz zu ziehen. Und das Ergebnis konnte sich nach Auffassung der VdK-Spitze sehen lassen: Die 14 000-Mitglieder-Marke ist mittlerweile geknackt. Die Nachfrage nach qualifizierter Beratung im Sozialrecht steigt weiter an. Wie VdK-Geschäftsführer Roland Lammers berichtete, spiegelt sich der Erfolg des Sozialverbands insbesondere in der Nachzahlungssumme von knapp 1,7 Millionen Euro wider, die der Kreisverband für seine Mitglieder erstritten hat (s. nebenstehenden Info-Kasten).

Kleiner Verbandstag des VdK Kreis Steinfurt in Recke

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  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen vom VdK-Kreisverbandstag in der Fürstenberg-Schule in Recke Foto: Drunkenmölle

Anerkennung, die der Verband genießt, kam von höchster Stelle. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte einen Abstecher nach Recke gemacht, um den Delegierten den Rücken für ihre Arbeit vor Ort zu stärken. Die Brochterbeckerin erklärte, dass es auch ihr Ziel sei, das Leben für die Menschen stets ein klein wenig besser zu machen: „Darum geht es mir. Darum geht es dem VdK. Und deshalb bin ich hier.“ Stellvertretende Landrätin Elisabeth Veldhues (SPD) bezeichnete den VdK als „eine feste Säule für die Sozialpolitik im Kreis Steinfurt“. Insbesondere im Hinblick auf die Belange von Menschen mit Behinderungen habe der VdK dazu beigetragen, dass sich das Bewusstsein in der Bevölkerung deutlich geschärft habe.

Veldhues hatte damit Rolf Hötker die Vorlage gegeben, die umstrittene Geschäftsordnung des gerade gegründeten Inklusionsbeirates im Kreis Steinfurt noch einmal zu thematisieren. Die Entscheidung des Kreistages , den Mitgliedern weder Antrags- noch Rederecht in den Fachausschüssen einzuräumen, bezeichnete der Vertreter der Menschen mit Behinderten im VdK-Vorstand als eine Respektlosigkeit und Zeichen von Ignoranz. Rede- und Antragsrecht seien elementare Voraussetzung für eine nachhaltige politische Arbeit und für den VdK von fundamentalem Interesse, appellierte Hötker noch einmal an den Kreistag, den Vertretern des Inklusionsbeirates ein Rederecht zu gestatten und einem VdK-Antrag, die Geschäftsordnung zu ändern, zuzustimmen. Hötker: „Wenn es um die Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen geht, lässt sich der VdK nicht entmutigen. Wir bleiben am Ball.“

Da waren sie wieder, das Versprechen und der Appell. Die Pässe wurden im Verlauf des Verbandstages munter weitergeschlagen. Etwa in Richtung von Eugenie Fieker. Die VdK-Frauenvertreterin rief unter anderem dazu auf, zu einer wirklichen Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen zu kommen. Wichtig war ihr, eine gerechte Entlohnung und eine ausreichende Alterssicherung für Frauen zu erzielen.

Darüber, wie der VdK neue Medien nutzt, berichtete Ernst-Wilhelm Minneker. Stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Friedrich Fastenrat kritisierte mangelnde Unterstützung der Behörden, Kriegsopfern und Hinterbliebenen zu ihren (Entschädigungs-)Rechten zu verhelfen. Ehrenvorsitzender Werner Lammers bekräftigte die Bedeutung der Arbeit, die der VdK-Landesverband für die Kreis- und Ortsverbände hat. Ein Bespiel für eine gelungene verbandsübergreifende Kooperation beschrieb Dorothea Stauvermann mit der Zusammenarbeit des VdK Burgsteinfurt und des Parkinson-Forums Kreis Steinfurt. Beide unterstützen sich bereits seit 19 Jahren gegenseitig.

Am Ende nahm Hemker den Ball wieder auf. „Wir sind eine Mannschaft“, schwor der Kreisvorsitzende die Delegierten noch einmal auf die Herausforderungen ein. Hemker bedauerte lediglich, dass der ursprünglich vorgesehene Vortrag von Robert Walter, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses des VdK-Landesverbandes, aus Termingründen abgesagt werden musste.

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