Bildungsmonitoring soll fortgesetzt werden
Planungsgrundlage für die Schulentwicklung

Kreis Steinfurt -

Bildungsmonitoring ist ein hilfreiches Instrument für die Schulentwicklungsplanung – darüber sind sich die Fraktionen im Kreistag einig. Die Stelle soll fortgesetzt werden. Strittig ist nur, ob die Stelle weiter befristet bleibt oder unbefristet fortgesetzt werden soll.

Mittwoch, 03.04.2019, 19:00 Uhr

Das ist unstrittig bei den Parteien: Das kommunale Bildungsmonitoring im Kreis Steinfurt soll fortgesetzt und ein entsprechender Antrag beim Bund gestellt werden, um bis Mitte 2021 in den Genuss einer Anschlussförderung des Programms „Bildung integriert“ zu kommen. Strittig bleibt allerdings, ob die bislang für diesen Job befristete in eine unbefristete Stelle umgewandelt werden kann.

Beim Bildungsmonitoring geht es darum, mehr Transparenz im Bildungsbereich herzustellen. 2016 wurde die Stelle mit der Unterstützung des Bundesbildungs- und Forschungsministeriums in der Kreisverwaltung eingerichtet. Seither wird Datenmaterial gesammelt und so aufbereitet, dass es als Planungsgrundlage für die Schulentwicklung in den Kommunen und darüber hinaus genutzt werden kann. So lassen sich beispielsweise mit einem Überblick über Schülerströme im Kreis Steinfurt Wanderungsbewegungen darstellen.

Transparenz

Derzeit sei, so die Kreisverwaltung, ein Bericht in Arbeit, der die Bildungslandschaft entlang der Bildungskette transparent macht. Anhand bestimmter Beobachtungen und Indikatoren ließen sich grundsätzliche Entwicklungen ablesen. Auch bedarfsgerechte Analysen seien möglich. Eine ämterübergreifende Kooperation sorge für eine enge Verzahnung verschiedener Bereiche, die mit Bildung zu tun haben. Der Bericht soll im zweiten Quartal dieses Jahres vorgelegt werden.

Einspruch der Bürgermeister-Konferenz

Alle Fraktionen im Kreisausschuss waren überzeugt, dass Bildungsmonitoring ein hilfreiches Instrument für die Schulentwicklungsplanung ist. Die Arbeit müsse fortgesetzt werden. Insbesondere SPD und Grüne setzten sich dafür ein, die Stelle zu entfristen und damit auch die Leistungen der Mitarbeiterin anzuerkennen. Lob für sie gab es auch von der CDU. Allerdings folgte Christoph Borgert dem Hinweis von Landrat Dr. Klaus Effing und dem Einspruch der Bürgermeister-Konferenz. Die wollte die Fortschreibung im Personalplan weiter mit der Förderdauer verknüpfen, was die Verwaltung dazu geführt hatte, die ursprüngliche zur Abstimmung gestellte Vorlage zurückzuziehen. Sie will die Laufzeit der Stelle weiter begrenzen. „Wir sind der Souverän“, pflichtete Anne Rottmann (SPD) Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne) bei, sich nicht von der Position der Bürgermeister-Runde beeinflussen zu lassen. Der Kreistag ist nun an der Reihe, am 8. April eine endgültige Entscheidung zu treffen.

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