„Zukunftstag“ von Caritas und Diakonie
Größere Lobby für die Pflege

Kreis Steinfurt -

Ein starkes Signal zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW hat der „Zukunftstag Ambulante Pflege“ am Montag in Emsdetten ausgesendet. Mehr als 120 Pflege-Profis waren auf Einladung der Caritasverbände Emsdetten-Greven, Steinfurt, Rheine, Tecklenburger Land, des Diakonischen Werkes Tecklenburg und der Diakoniestation Steinfurt in Stroetmanns Fabrik gekommen.

Dienstag, 21.05.2019, 16:38 Uhr
In den Arbeitsgruppen des „World Cafes“ beim „Zukunftstag ambulante Pflege“ von Caritas und Diakonie in Emsdetten diskutierten mehr als 120 Teilnehmer über ihren Beruf.
In den Arbeitsgruppen des „World Cafes“ beim „Zukunftstag ambulante Pflege“ von Caritas und Diakonie in Emsdetten diskutierten mehr als 120 Teilnehmer über ihren Beruf. Foto: Caritas Emsdetten-Greven

„Zusammen sind wir so etwas wie die Marktführer in der ambulanten Pflege“, stellte Bernward Stelljes, Vorstandsmitglied des gastgebenden Caritasverbands fest. Die Kooperation nicht nur beim „Zukunftstag“ „klappt hervorragend“, bescheinigte Stefan Zimmermann, Geschäftsführender Vorstand der Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg.

„Die Pflege mit 200 000 Profis in NRW muss sich selbst auf den Weg machen, um etwas zu verändern“, plädierte Ludger Risse in seinem Impulsreferat für eine Selbstverwaltung der Pflegeberufe analog zu den Ärztekammern. Der Vorsitzende des Pflegerats NRW und gelernte Krankenpfleger sagte, bei wichtigen Entscheidungen sitze die Pflege nicht mit am Tisch. „Die Folgen der fehlenden Lobby erleben wir zurzeit“: 10 000 Pflegekräfte fehlen, die Leistungen seien unzureichend finanziert und deckten die Bedürfnisse von zu Pflegenden und Angehörigen nicht ab.

Durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff rückt die Selbstständigkeit in den Vordergrund. Somit bieten sich neue Arbeitsfelder in der ambulanten Pflege. Dazu stellte Florian Loetz, Wissenschaftler am Institut für Pflegewissenschaften an der Uni Bielefeld, das Modellprojekt zur Schulung, Beratung und Anleitung in der ambulanten Pflege vor.

In Arbeitsgruppen zeigte sich, dass die Pflegekräfte bei Caritas und Diakonie große Stücke auf die christliche Werteausrichtung ihrer Arbeitgeber halten.

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