Vertreterversammlung der VR-Bank Kreis Steinfurt
Alle Fragen zur Fusion sind geklärt

Kreis Steinfurt -

Die Fragen scheinen geklärt. Jedenfalls hatten die 117 Vertreter der VR-Bank Kreis Steinfurt am Mittwochabend keinen Redebedarf mehr zur Fusion, die die Genossenschaftsbank im kommenden Jahr mit der Volksbank Greven und der Vereinigten Volksbank Münster verschmelzen wird.

Donnerstag, 06.06.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 13:16 Uhr
Die Vertreter genehmigten den Jahresabschluss und die Verwendung des Überschusses. Zuvor hatten die Vorstände Hubert Overesch (l.) und Ulrich Weßeler sowie Aufsichtsratsvorsitzender die jüngsten Bilanzen und Entwicklungen der VR-Bank Kreis Steinfurt erläutert.
Die Vertreter genehmigten den Jahresabschluss und die Verwendung des Überschusses. Zuvor hatten die Vorstände Hubert Overesch (l.) und Ulrich Weßeler sowie Aufsichtsratsvorsitzender die jüngsten Bilanzen und Entwicklungen der VR-Bank Kreis Steinfurt erläutert. Foto: vie

Bankvorstand Ulrich Weßeler hat am Mittwochabend im Hotel Leugermann in Ibbenbüren die Eckdaten vor gestellt. Aus der VR-Bank – 527 Mitarbeiter, Bilanzsumme gut drei Milliarden Euro – wird mit dem avisierten Beschluss der Versammlung am 28. Mai 2020 die Volksbank Münsterland Nord, rechnerisch dann mit einer Bilanzsumme von gut 6,2 Milliarden Euro und 1077 Mitarbeitern. Weßeler betonte nochmals die Notwendigkeit des Zusammenschlusses: „Um die Besten zu sein, brauchen wir eine gewisse Größe.“ Und er stellte den Businessplan des fusionierten Instituts vor. Schon 2021 soll die Fusion erste positive Effekte bringen – konkret sinkende Personalkosten und ein steigendes Provisionsergebnis. Die Sachkosten steigen zunächst, sollen dann aber auch sinken. Schon 2024 will man im Ergebnis zehn Millionen Euro besser dastehen, als es die addierten Werte der Einzelinstitute allein hergäben.

Zum Fusionsprozess haben die drei Banken auch ihre Mitarbeiter befragt. 86 Prozent fühlten sich gut über den Prozess informiert, zitierte Weßeler aus den Ergebnissen, immerhin 63 Prozent fühlen sich zudem in die Veränderungen ausreichen eingebunden.

Vorstand Hubert Overesch stellte den Jahresabschluss 2018 vor. Der weist bei steigenden Kundeneinlagen und -krediten am Ende einen Überschuss von gut 5,4 Millionen Euro aus. Gut 1,2 Millionen Euro davon werden an die Mitglieder ausgeschüttet, eine Dividende von vier Prozent. Der Rest geht in die Rücklagen der Genossenschaftsbank. Overesch machte deutlich, dass es vor allem die Kosten sind, an denen die Bank in der derzeitigen Niedrigzinsphase ihr Ergebnis verbessern kann: „Einzige Stellschraube ist die Reduzierung unserer Aufwendungen.“ An dieser Schraube hat die Bank schon seit der zurückliegenden Fusion gedreht. Das zeigte die Cost-Income-Ratio der VR-Bank: Noch 2014 musste man 73,6 Cent aufwenden, um einen Euro Rohertrag zu erzielen, im Jahr 2018 waren es nur noch 63,5 Cent.

Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Scheiper sprach angesichts des Berichtes von einem „wirtschaftlich zufriedenstellenden Ergebnis“. Und auch er befürwortete vor den Vertretern nochmals die Fusionsabsichten: „Wir sind überzeugt, dass dies der richtige Weg ist.“

Den Bericht über die gesetzliche Prüfung trug Wirtschaftsprüfer Dieter Schulz vom Genossenschaftsverband vor – ohne Beanstandungen. Die Vertreterversammlung genehmigte anschließend einstimmig sowohl den Jahresabschluss als auch die Verwendung des Jahresüberschusses und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat.

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