Kreiswirtschaftsausschuss
Dünne Mehrheit für „Marke“

KREIS STEINFURT -

Der Kreiswirtschaftsausschusses tagte am Dienstagabend ausnahmsweise im Berufskolleg Tecklenburger Land in Ibbenbüren. Gleich beim ersten Tagesordnungspunkt entwickelte sich bei tropischen Temperaturen eine hitzige Debatte.

Mittwoch, 26.06.2019, 15:04 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 15:44 Uhr
Thomas Hans (l.), Geschäftsführer der Emsdettener Agentur „husare“, und Klaus Ehling, Vorstand von Münsterland e.V., erhielten am Dienstagabend in Ibbenbüren viel Gegenwind.
Thomas Hans (l.), Geschäftsführer der Emsdettener Agentur „husare“, und Klaus Ehling, Vorstand von Münsterland e.V., erhielten am Dienstagabend in Ibbenbüren viel Gegenwind. Foto: Matthias Lehmkuhl

Im 9. Stock des Ibbenbürener Berufskollegs Tecklenburger Land herrschten Sauna-Temperaturen. Ansonsten ging es auch am Dienstagabend in der Sitzung des Kreiswirtschaftsausschusses im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Stein des Anstoßes waren die von Landrat Dr. Klaus Effing geforderten Mehrausgaben für das Kommunikationskonzept „Marke Münsterland“ in Höhe von rund 335 000 Euro.

„Seit 2017 arbeiten wir an diesem Prozess und ich habe Ihnen immer gesagt, dass wir dafür viel Geld in die Hand nehmen müssen“, warb der Landrat um ein zustimmendes Votum aus dem Ausschuss. Der Kreis Coesfeld habe diesem Betrag bereits seine Zustimmung erteilt, so Klaus Effing weiter.

Klaus Ehling, Vorstand von Münsterland e.V., der Regionalmanagement-Organisation der vier Münsterland-Kreise und der Stadt Münster, sowie Thomas Hans, Geschäftsführer von der von Münsterland e.V. beauftragten Agentur „husare“ aus Emsdetten, stellten das Kommunikationskonzept „Marke Münsterland“ vor. „Die Entwicklung zur Marke ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, betonte Klaus Ehling. Zu dem Kommunikationskonzept gehören das Projekt „Picknick³“ oder auch das Fachkräfte-Gewinnungsprogramm „Onboarding@Münsterland“. So stellt sich husare beispielsweise vor, am Weltpicknicktag (18. Juni 2020) das weltgrößte Picknick im Münsterland zu veranstalten. „Darum wird uns die ganze Welt beneiden“, versicherte Thomas Hans.

Andreas Neumann von den Linken signalisierte, sich bei der Abstimmung zu enthalten: „Wir tun uns damit schwer.“ Wilfried Grunendahl (CDU) hingegen war vom Konzept überzeugt: „Wir sind auf einem richtigen Weg.“ Die Sozialdemokraten aber waren damit überhaupt nicht einverstanden. „Wir stimmen nicht zu. Das Konzept ist uns zu schwammig und für uns nicht akzeptabel“, meinte Gitta Martin. Auch Felix Thiemann von der UWG war der gleichen Meinung. „Die wissen, was sie tun“, verteidigte Helmut Fehr von den Grünen die Strategie. „Wir finden, dass das Konzept das Münsterland genau abbildet“, kündigte Reinhard Lah die Zustimmung der FDP an. „Wir müssen mal die Kirche im Dorf lassen. 335 000 Euro sind keine Peanuts“, beschwerte sich Anneli Hegerfeld-Reckert (SPD). Daraufhin platzte Landrat Effing der Kragen. „Sie sind von Anfang an dabei. In den zwei Jahren hat die SPD nichts zur Marke Münsterland beigetragen.“

Bei der anschließenden Abstimmung nach eineinhalbstündiger Debatte war nur eine knappe Mehrheit für die von Landrat geforderten Mehrausgaben. CDU, Grüne und FDP stimmten für den sechsstelligen Betrag, SPD und UWG lehnten ihn kategorisch ab. Die Linke enthielt sich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6724885?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F
Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Fußball: 3. Liga: Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Nachrichten-Ticker