Markenbildung
Mehrheit will das Budget erhöhen

Kreis Steinfurt -

Mit elf Ja-Stimmen von CDU, Grünen und FDP und sechsmal Nein von SPD und UWG ist der Kreisausschuss am Dienstag dem Votum des Fachausschusses für Verkehr, Wirtschaft, Bauen, Energie, Tourismus und Demografie aus der Vorwoche gefolgt, für den Aufbau der Marke Münsterland deutlich tiefer in die Tasche zu greifen.

Mittwoch, 03.07.2019, 16:34 Uhr

Mit elf Ja-Stimmen von CDU , Grünen und FDP und sechsmal Nein von SPD und UWG ist der Kreisausschuss am Dienstag dem Votum des Fachausschusses für Verkehr, Wirtschaft, Bauen, Energie, Tourismus und Demografie aus der Vorwoche gefolgt, für den Aufbau der Marke Münsterland deutlich tiefer in die Tasche zu greifen. Der freiwillige Zuschuss, der an den Verein Münsterland als Projektmanager abgeführt wird, soll ab 2020 von 20 auf dann 75 Cent pro Einwohner (rund 335 000 Euro jährlich) erhöht werden.

Landrat Dr. Klaus Effing warb noch einmal dafür, das Budget aufzustocken und die zusätzlichen Kosten durch die Kreisumlage zu finanzieren. Der Kreis müsse – auch im Vergleich zu anderen Regionen – große Anstrengungen unternehmen, nachhaltige Beachtung und Begehrlichkeit für die „Marke Münsterland“ zu erzielen. Im „Kampf der Köpfe“, Investoren und Touristen zahle sich das noch vergleichsweise moderat kalkulierte Imageprogramm aus, waren die Befürworter überzeugt. Wilfried Grunendahl (CDU): „Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Region schlagkräftig wird.“ Hans-Jürgen Streich (FDP): „Wir müssen die Sache weiterentwickeln.“ Jan-Niclas Gesenhues (Grüne): „Nach Abwägung der Argumente sollten wir es versuchen.“

Ihre Bedenken wiederholten Gitta Martin (SPD) und Christoph Boll (UWG). Beide befürworteten es zwar grundsätzlich, eine Marke zu entwickeln, übten jedoch heftige Kritik an „nicht überzeugenden Konzepten“. Das Münsterland werde dort bislang auf Kiepenkerl-Romantik, Wild-, Wald und Wiesen-Idylle reduziert, nicht aber als aufstrebende Region mit Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gekennzeichnet. Dass der vor weniger als zwei Jahren beschlossene Beitrag des Kreises fast vervierfacht werden soll, halten die Sozialdemokraten daher für „mehr als unangemessen“. Die endgültige Entscheidung fällt der Kreistag am Montag (8. Juli).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6746684?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F
WDR macht Platz für 130 Wohnungen
Von der Mondstraße zum Servatiiplatz (v.l.) Stadtbaurat Robin Denstorff, Studioleiterin Andrea Benstein, Oberbürgermeister Markus Lewe, Dr. Carsten Wildemann (Leiter der WDR-Gebäudewirtschaft), Dr. Christian Jäger (Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau) und Dr. Thomas Robbers (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster) stellten die gemeinsamen Pläne von Stadt und WDR vor.
Nachrichten-Ticker