Zuschuss-Antrag
KH muss bis Montag warten

Kreis Steinfurt -

Die Kreishandwerkerschaft (KH) Steinfurt-Warendorf muss die Sitzung des Kreistages am Montag (8. Juli) abwarten, bis die Frage geklärt ist, ob der Kreis sich mit einem Zuschuss an der geplanten Modernisierung ihrer überbetrieblichen Berufsbildungsstätte beteiligt.

Donnerstag, 04.07.2019, 15:22 Uhr

Die Kreishandwerkerschaft (KH) Steinfurt-Warendorf muss die Sitzung des Kreistages am Montag (8. Juli) abwarten, bis die Frage geklärt ist, ob der Kreis sich mit einem Zuschuss an der geplanten Modernisierung ihrer überbetrieblichen Berufsbildungsstätte beteiligt. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, das Vorhaben mit 40 000 Euro jährlich, befristet von 2020 bis 2025, zu unterstützen. Nach aktuellem Planungsstand sollen rund 12,5 Millionen Euro am KH-Standort in Rheine investiert werde.

Bedenken wurden insbesondere aus den Reihen von SPD und UWG laut. „Lehrlingsausbildung ist wichtig, aber eigentlich Sache der Wirtschaft“, schloss sich Christoph Boll (UWG) im Kreisausschuss der Auffassung von Jürgen Coße (SPD) an. Der hatte davor gewarnt, einen Präzedenzfall zu schaffen. Das sei schon „ziemlich ungehörig“, so Boll, dem Kreis eine solche Bitte vorzutragen, wo doch eigentlich Bund, Land und Kammer zuständig seien.

Ganz anders Hans-Jürgen Streich. Der FDP-Sprecher wollte den Zuschuss sogar auf 100 000 Euro erhöhen, um, wie er sagte, ein Signal zu setzen: „Eine top Ausbildung setzt ein top Ausstattung voraus.“ Wilfried Grunendahl (CDU) räumte ein, dass die eigentliche Zuständigkeit in dieser Frage zwar nicht in kommunalen Händen liege. Die Bedeutung des Standortes und der überbetrieblichen Ausbildung im Kreis sei jedoch so groß, dass man durchaus Kompromisse schließen könne.

Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der KH, hatte den Antrag damit begründet, die Ausbildung in der Region stärken zu wollen. Nur mit betrieblicher Ausbildung könne dem Fachkräftemangel in der Region begegnet werden. Die Grundlage werde mit dem Modernisierungsvorhaben gelegt, da die überbetriebliche Ausbildung integraler Bestandteil des dualen Ausbildungssystem sei. Es gebe hier keinen Wettbewerb mit andern Bildungsträgern in der Region und damit, sollten die Fördermittel fließen, auch keine Wettbewerbsverzerrung.

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