Schadstoffmobil stellt sich vor
Premiere für viele Abfallberater

Kreis Steinfurt -

Das Schadstoffmobil besuchte jetzt die Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) und stellte sich den Abfallberatern der Städte und Gemeinden vor. Die Fachleute tauschen sich regelmäßig aus.

Montag, 08.07.2019, 16:02 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 16:07 Uhr
Für viele Abfallberater der Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt war es tatsächlich das erste Mal, dass sie das Schadstoffmobil betreten und besichtigen konnten.
Für viele Abfallberater der Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt war es tatsächlich das erste Mal, dass sie das Schadstoffmobil betreten und besichtigen konnten. Foto: Kreis Steinfurt

Die Kontrolle der Biotonnen, die geplante Umstellung in einigen Kommunen vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne und auch über den Einsatz des Schadstoffmobils haben die Abfallberater der Städte und Gemeinden gesprochen. Die Fachleute treffen sich regelmäßig zum Austausch.

Die Firma Drekopf aus Gescher, die im Kreis die mobile Schadstoffsammlung durchführt, war dazu eigens zur Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) gekommen, um das Mobil vorzustellen.

Für viele Abfallberater war es trotz jahrelanger Berufserfahrung das erste Mal, dass sie das Mobil betreten konnten. Das geht aus Sicherheitsgründen normalerweise nämlich nicht mehr, sobald der erste Abfall angenommen wurde, schreibt EGST-Mitarbeiterin Beatrice Daal in ihrem Bericht.

Die Mitarbeiter auf dem Schadstoffmobil seien absolute Chemikalien-Experten und müssten innerhalb kürzester Zeit entscheiden, in welches Behältnis sie die angelieferten Dosen, Kanister und Fläschchen werfen. Oft befindet sich darauf kein lesbares Etikett mehr. Wer Fehler macht, läuft Gefahr, dass chemische Reaktionen ausgelöst und schwere Unfälle passieren können. Drekopf-Geschäftsführer Michael Hammes schilderte den Abfallberatern, wie er vor Jahren einen Unfall miterleben musste, bei dem eine Mitarbeiterin beide Hände verlor hat. Einige Bürger hätte manchmal wenig Verständnis, wenn sie minutenlang in der Schlange warten müssen, um ihren Sondermüll abzugeben. Dabei würden häufig Abfälle entsorgt, die jahre- oder jahrzehntelang in der Garage gestanden hätten, nun aber ganz schnell aus dem Haus müssten. Die Firma Drekopf bittet die Bürger aber nicht nur um Geduld, sondern auch um etwas Hilfsbereitschaft, denjenigen zu helfen, denen es schwerfällt, die Treppe am Mobil hochzusteigen.

Michael Hammes erklärte, dass das Schadstoffmobil im Kreis Steinfurt besonders gut angenommen werde. Die Bürger hier wissen, dass alte Lacke, Spraydosen, Reiniger, Pflanzenschutzmittel und Energiesparlampen nicht über den Abfluss oder die Restmülltonne entsorgt werden dürfen. Die Bürger im Kreis würden mit ihren Chemikalien also besonders umweltgerecht umgehen, wenn sie die Stoffe an der richtigen Stelle abgeben. Die Abgabe am Schadstoffmobil ist kostenlos. Termine, wann das Schadstoffmobil wieder in die Stadt oder Gemeinde kommt, können im Abfallkalender, mit der Abfall-App der EGST oder auf der Homepage der EGST abgerufen werden.

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