WVS Steinfurt begrüßt Standortentscheidung für Batterieforschung
„Wir wissen, was wir können“

Kreis Steinfurt -

Die Wirtschaftsvereinigung Steinfurt (WVS) begrüßt die gemeinsam vom Wirtschafts- und dem Forschungsministerium in Berlin getroffene Entscheidung, zukunftsweisende Batterieforschung in Deutschland zukünftig in Münster und in Teilen auch in Ibbenbüren zu betreiben. 550 Millionen Euro wollen die von Peter Altmaier beziehungsweise Anja Karliczek (beide CDU) geführten Bundesministerien dafür bereitstellen (wir berichteten).

Mittwoch, 31.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 15:56 Uhr
WSV-Geschäftsführer Heiner Hoffschroer (l.) begrüßt die Entscheidung, die Batterieforschung unter anderem in Ibbenbüren anzusiedeln. Es hätten gute Gründe für die Standortwahl gesprochen.
WSV-Geschäftsführer Heiner Hoffschroer (l.) begrüßt die Entscheidung, die Batterieforschung unter anderem in Ibbenbüren anzusiedeln. Es hätten gute Gründe für die Standortwahl gesprochen. Foto: N.N.

Die Wirtschaftsvereinigung Steinfurt (WVS) begrüßt die gemeinsam vom Wirtschafts- und dem Forschungsministerium in Berlin getroffene Entscheidung, zukunftsweisende Batterieforschung in Deutschland zukünftig in Münster und in Teilen auch in Ibbenbüren zu betreiben. 550 Millionen Euro wollen die von Peter Altmaier beziehungsweise Anja Karliczek (beide CDU) geführten Bundesministerien dafür bereitstellen (wir berichteten). „Die gesamte Wirtschaft freut sich auf ein spannendes und neues Feld im Kreis Steinfurt“, erklärt WVS-Geschäftsführer Heiner Hoffschroer gegenüber dieser Zeitung.

Zugleich wies Heiner Hoffschroer die an Anja Karliczek geübte Kritik zurück, die in Ibbenbüren geborene und heute in Tecklenburg-Brochterbeck wohnende Christdemokratin habe mit der Vergabe der Forschungsmillionen in ihre Heimat „Vetternwirtschaft“ betrieben. Es seien gute Gründe, ein geschlossener Auftritt, schlüssige Konzepte und die wirtschaftliche Kraft der Region gewesen, die es objektiv gar nicht ermöglicht hätten, sich anders zu entscheiden, verteidigt Hoffschroer die Ministerin. Und weiter selbstbewusst: „Wir – insbesondere im Kreis Steinfurt – wissen, was wir können. Hier treffen moderne Unternehmen, exzellente Universitäten und Hochschulen, motivierte Arbeitskräfte und starke Innovationskraft aufeinander.“ Es sei ein schlechter Stil der Standortmitbewerber, konstruierte Vorwürfe ins Feld zu bringen, nur um an einer guten Entscheidung zu rütteln.

Ganz unspektakulär, eben westfälisch, habe sich, so Hoffschroer weiter, der Kreis Steinfurt und das Münsterland zu einer Vorzeigeregion entwickelt. Alle wirtschaftlichen Kennzahlen seien top. Die Politik vor Ort und in Düsseldorf mache ihre Arbeit gut und verlässlich. Themen würden gemeinsam angepackt. Lösungsorientierte Ansätze würden Wachstum und Wohlstand ermöglichen.

Hoffschroer fügt in diesem Zusammenhang an, dass Ibbenbüren selber 500 000 Euro investiere, um das Vorhaben im engen Schulterschluss mit der Uni Münster zu realisieren: „Man sieht das Geld gut angelegt, weiß um die ideelle Verzinsung durch neue Arbeitsplätze und die Chance zur Wiederbelebung des RAG-Geländes mit einer Zukunftstechnologie.“ Über 75 namhafte Unternehmen aus der Region ihre Mitwirkung signalisiert. Das alles sei ein weiteres Beispiel dafür, wie Nähe zwischen Wirtschaft, Forschung und Verwaltung gelebt werde.

Der WSV-Chef ist überzeugt: „Die Politik wird diese Investition nicht bereuen. Und unsere Region wird den übrigen Bundesländern zeigen, wie innovativ und leistungsstark wir sind.“ Und abschließend in Richtung der Kritik aus Bayern und Baden-Württemberg: „Ganz oben in NRW ist die Welt eben definitiv nicht zu Ende. Und die Herren Ministerpräsidenten, die genau das nach der Standortentscheidung für nicht möglich hielten, lädt die WVS gerne ein, sich mal im Kreis Steinfurt umzusehen. Sie sind jederzeit herzlich willkommen.“

Heiner Hoffschroer

Heiner Hoffschroer Foto: Sven Rapreger

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