Neues Beschäftigungsfeld: WertArbeit checkt elektrische Betriebsmittel
Gute Perspektiven für Prüfer

Kreis Steinfurt -

Die WertArbeit Steinfurt hat ein neues Beschäftigungsfeld erschlossen. Vier Mitarbeiter des Sozial- und Dienstleistungsunternehmens des Kreises Steinfurt prüfen nun unter der Leitung von Jörg Wießbrock, einem Elektro- und Systemtechniker, ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel.

Donnerstag, 01.08.2019, 15:56 Uhr
Die WertArbeit Steinfurt hat ein neues Beschäftigungsfeld erschlossen. Elektrotechniker Jörg Wießbrock (l.) bietet mit seinem Team die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte an.
Die WertArbeit Steinfurt hat ein neues Beschäftigungsfeld erschlossen. Elektrotechniker Jörg Wießbrock (l.) bietet mit seinem Team die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte an. Foto: Jobcenter/Astrid Tönnis

Die WertArbeit Steinfurt hat ein neues Beschäftigungsfeld erschlossen. Wie das Sozial- und Dienstleistungsunternehmen des Kreises Steinfurt mitteilt, prüfen vier Mitarbeiter nun unter der Leitung von Jörg Wießbrock , einem Elektro- und Systemtechniker, ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel. Erste Aufträge sind schon im Kreishaus in Steinfurt sowie in anderen Behörden und Firmen erledigt worden.

„Viele wissen gar nichts mit dem Terminus ‚ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel‘ anzufangen“, so Bernd Moorkamp , Geschäftsführer der WertArbeit. Dahinter verbergen sich beispielsweise Drucker, Monitore, Radios, Wasserkocher, Mehrfachstecker oder Kaffeemaschinen. „Sie alle müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden, um Schäden zu vermeiden und Arbeitsunfällen vorzubeugen“, erklärt Moorkamp den gesetzlichen Auftrag.

Die Mitarbeiter der WertArbeit arbeiten sich bei ihren jeweiligen Auftraggebern systematisch von Büro zu Büro vor. Acht Stunden täglich seit einigen Monaten. Jeder Computer, jedes Verlängerungskabel, jeder Mehrfachstecker – alles wird einzeln gewartet, katalogisiert und mit entsprechenden Prüfsiegeln versehen. „Jeden Freitag lese ich die erfassten Daten aus, ermittele Fehlerquoten, schreibe Gefährdungsbeurteilungen und lege auf dieser Basis Prüffristen fest“, so Wießbrock.

 Auch Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen verlangen von all ihren versicherten Betrieben diese Prüfung. Sie sind ein wichtiger Baustein des Arbeitsschutzes und verhindern Personen- und Sachschäden.

Da viele Brände immer noch auf defekte Elektrogeräte und Elektroanlagen zurückzuführen sind, weisen auch Versicherungen in ihren Policen darauf hin, dass sie nicht eintreten, wenn ortsfeste elektrische Betriebsmittel nicht fachgerecht und innerhalb der vorgeschriebenen Zeiträume überprüft wurden. „Im Schadensfall kann die Geschäftsführung sogar strafrechtlich beziehungsweise. zivilrechtlich belangt werden“, macht Moorkamp deutlich.

Bevor die Mitarbeitenden an den Einsatzstellen tätig werden konnten, hat Wießbrock sie zu elektrisch unterwiesenen Personen (EUP) ausgebildet. Er hat sie über die möglichen Gefahren sowie über die notwendigen Schutzeinrichtungen und -maßnahmen unterwiesen, eingewiesen und angelernt. „Dadurch sind alle Kollegen befähigt, im Team zu prüfen“, fügt Wießbrock an. Wenn sie außerdem an einer 14-tägigen Fortbildung teilnehmen würden, könnten sie Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten werden.

„Der Arbeitsmarkt braucht solche Fachkräfte“, weiß der Elektrotechniker aus Erfahrung. Die Berufsaussichten für seine Mitarbeiter seien gut. Das sei in der Vergangenheit nicht immer so gewesen. Alle waren langzeitarbeitslos und haben ihre ganz eigene Vorgeschichte.

„Ihre Chance, hier bei uns neu anzufangen, haben alle genutzt“, so Moorkamp. Und weiter: „Sie sind pünktlich, zuverlässig, interessiert und erledigen alle ihnen übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit.“

So wie Manfred Nießing. Der 62-jährige Zimmermann ist ein Mitglied im Team Wießbrock: „Dank der Vermittlung des Jobcenters zur WertArbeit hat sich mein Leben wieder normalisiert.“ Arbeit gehöre für ihn einfach dazu. Nießing: „Ich habe mein Leben lang gearbeitet.“

Gerne würde er seinen Vertrag bei der WertArbeit verlängern und seine Erfahrungen und erworbenen Kenntnisse an neue Beschäftigte weitergeben. Die Chancen stehen nicht schlecht. „Wir sind dabei, ein zweites Team aufzubauen, denn die Aufträge sind da“, blickt Wießbrock bereits in die Zukunft.

Zum Thema

Die gemeinnützige Sozialunternehmen bietet seine Dienstleistungen für Behörden, Kommunen, Versicherungen und sonstige Firmen an. Interessenten können sich an die WertArbeit Steinfurt am Standort in Rheine unter ' 0 25 51/ 69 49 61 oder per E-Mail an info @wertarbeit-steinfurt.de wenden.

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