Altenberge
Nur der Name ist schrecklich

Freitag, 21.12.2007, 23:12 Uhr

Altenberge . Die Abkürzung ist schrecklich. Das ist aber bereits das einzig negative an „KEK“, dem „Kommunalen Entwicklungskonzept für kulturelle Bildung in Altenberge“. Das, was dahinter steht, spricht nicht nur Bürgermeister Jochen Paus aus der Seele, die Landesregierung hat „KEK“ mit 10 000 Euro Preisgeld belohnt – trotz der Abkürzung. Einfach übersetzt heißt das Konzept dann auch eher „Kultur von allen für alle“ und ist damit schon etwas greifbarer. Und zusammen mit Bürgermeister Jochen Paus und Susanne Opp-Scholzen, Paul Winz und Professor Dr. Ulrich Mußhoff von der Kulturwerkstatt soll es noch packender werden.

„Das ist eine Bewegung, die es so bisher nicht gegeben hat“, sagt der Bürgermeister und meint damit die Vernetzung der Vereine mit der Kulturwerkstatt als Vermittler. Ziel sei es, den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde über die harte Fakten wie zum Beispiel Mathe und Deutsch hinaus, zusätzliche Schlüsselkompetenzen zu vermitteln. Dabei spiele die künstlerische, kreative Arbeit eine große Rolle. „Die ist in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden“, so der Bürgermeister. Potenziale, die es in der Gemeinde gebe, müssten weiterentwickelt werden, konkrete Schritte überlegt werden. „Wir denken über Strukturen nach, wie wir das aufbereiten können und das Ziel deutlich erkennbar wird“, so Paus. Gespräche mit dem Jugendorchester, dem Sportverein, dem Heimatverein, dem Kulturring und dem neuen Familienzentrum habe es bereits gegeben.

„Es muss nicht alles neu gemacht werden, aber das Alte muss verbessert und weiterentwickelt werden“, meint Professor Dr. Ulrich Mußhoff von der Kulturwerkstatt. Dabei müssten alle Vereine mitziehen, damit „KEK“ erfolgreich sein könne.

Einen besonderen Stellenwert wird dabei die Kulturwerkstatt einnehmen, die das Konzept entwickelt und im Namen der Gemeinde auch beim Land eingereicht hat. Und letztendlich damit für den Preisgewinn verantwortlich ist.

„Und wenn man das Ziel politisch möchte, dann muss die Politik sich auch engagieren“, ergänzt der Bürgermeister. Die Finanzierung werde sicher Thema bei den nächsten Haushaltsberatungen. Niemandem soll etwas weggenommen werden, alle sollen von der Vernetzung profitieren, so das Credo der Verantwortlichen, die sich mit Konkretem noch etwas zurückhalten. „Wir wollen behutsam vorgehen“, so der Bürgermeister.

Als kulturpädagogisches Kompetenzzentrum soll die Kulturwerkstatt von der Schnittstelle zur Verbindungsstelle werden, an der verschiedene kulturelle Aktivitäten und Ebenen geplant und miteinander vernetzt werden. Dafür ist laut dem Konzept auch eine Beteiligung an der kommunalen Gremienarbeit notwendig, um in den maßgeblichen Ausschüssen die kulturpolitischen Belange zu vertreten. Die Kulturwerkstatt wäre dann ein Mittler zwischen den ehrenamtlich Aktiven in den Vereinen und der Verwaltung, zwischen Sponsoren und Geförderten, zwischen Schulen, Lehrern und außerschulischen Angeboten.

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