Altenberge
Die Gans gab´s nur auf Papier

Sonntag, 13.12.2009, 15:12 Uhr

Altenberge - Organisator und Schützenbruder Adolf Harenbrock hatte alles so gut vorbereitet, aber dann erhielt er kurz vor dem traditionellen vorweihnachtlichen Seniorennachmittag der Grinkenschmidter Schützen eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Also besorgte er so gut wie möglich Ersatz für die kurzfristig erkrankten oder anderweitig verhinderten Akteure, die schon auf seiner Liste gestanden hatten. Werner Witte vom Heimatverein sprang auch als „Ersatzmann“ ein und präsentierte den gut 80 Senioren die Uraufführung des Films „Das Jahr 2000 in Altenberge“. Aus 100 Stunden Material hat Autor Heinz Neimeier diesen Film über interessante Ereignisse des ersten Jahres nach der Jahrtausendwende geschnitten und zum Teil vertont. Der 70-minütige Streifen beginnt mit den Sternsingern, zeigt den Neujahrsempfang des Bürgermeisters, Höhepunkte aus den Karnevalsveranstaltungen und natürlich alle fünf Altenberger Schützenfeste.

Gleich zu Beginn der alljährlichen vorweihnachtlichen Veranstaltung im Saal Bornemann zeigte sich der Schützenverein großzügig und spendete den Senioren an adventlich geschmückten Tischen Kaffee und Kuchen. „So bleibt Euch mehr Geld für einen guten Zweck“, meinte Moderator Harenbrock und erinnerte an die nachfolgende Sammlung für den Verein „Herzenswünsche“, der schwer kranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche erfüllt. Fast 280 Euro standen nach der Sammlung zu Buche und werden an Lene Diekel zur Weitergabe an „Herzenswünsche“ geschickt.

Als Franz Althoff dann an seinem Akkordeon zog und in die Tasten griff, wurde es stimmungsvoll und alle sangen mit. „Alle Jahre wieder“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ klangen durch den Saal. Harenbrock hatte ein kleines Liederheft erstellt und ausgelegt. Neben den Weihnachtsliedern waren in dem bebilderten Heft auch noch leckere Rezepte aus der Weihnachtsbäckerei - von Zimtsternen über Walnusstaler und Nusstatzen bis zum Christstollen - abgedruckt. Natürlich fehlten auch die Weihnachtsklassiker Bratäpfel, Gänsebraten und Karpfen auf Spreewälder Art nicht.

Danach lauschten die Senioren lustig humorvollen und auch nachdenklichen Weihnachtsgeschichten sowie der Weihnachtsbotschaft. Zum Ende des geselligen Nachmittags wurden - wie alljährlich - die beiden ältesten Besucher geehrt. Hedwig Reifig mit 87 Jahren und der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Josef Wetter mit 86 Jahren erhielten jeder einen guten Tropfen aus der „Kümperapotheke“.

Organisator Adolf Harenbrock musste an diesem Nachmittag viel improvisieren, aber das ist ihm glänzend gelungen. Zum Schluss gab es den verdienten Beifall und Harenbrock freute sich mit den anderen Akteuren darüber, „dass sie den Senioren mit dem Programm einige vergnügliche Stunden in vorweihnachtlicher Stimmung bereitet hatten“.

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