Altenberge
„Wo Not ist, ist auch Hoffnung“

Montag, 13.12.2010, 17:39 Uhr

Altenberge - Auf den ersten Blick passte der Vortrag „über die traurigsten Anlässe des Jahres“ nicht unbedingt in eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Feier. Aber es war beeindruckend und hatte bei näherer Betrachtung durchaus „adventliche Züge“, was der 51-jährige Steinfurter Katastrophenhelfer Claus Muchow den gut 80 Senioren des Schützenvereins Grinkenschmidt am Samstagnachmittag im Saal Bornemann in Bild und Ton berichtete.

„Überall wo Menschen in Not sind, ist nach meinen Erfahrungen auch immer Hoffnung“, sagte Muchow, der seit 1995 in weltweit 19 Ländern bei Katastrophen als DRK-Einsatzleiter ehrenamtlich tätig war. In diesem Jahr hat Muchow im Januar den Erdbebenopfern auf Haiti und im Oktober bei der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan geholfen. Muchow berichtete vom Aufbau eines Zelt-Hospitals mit der notwendigen Wasserversorgung auf Haiti. „550 000 Teile werden dafür von vier Flugzeugen eingeflogen und innerhalb einer Woche zu einem funktionierenden großen Lazarett aufgebaut“, schilderte er die logistische und organisatorische Arbeit vor Ort. „Mich treibt immer wieder an, dass die Menschen selbst im größten Elend den Kopf nicht in den Sand stecken“, fuhr er fort und nimmt diesen Eindruck als weitere Motivation mit nach Hause. Zu der Bambi“-Verleihung meinte der Preisträger: „Das war für mich persönlich ein sehr bewegendes Erlebnis und wenn ich daran denke, bekomme ich noch heute eine Gänsehaut“.

Organisator Adolf Harenbrock moderierte die adventliche Feier mit dem Ersten Vorsitzenden Josef-Eugen Hersping. Zu Beginn erinnerte er an den in diesem Jahr verstorbenen Josef Wetter, der den seit vielen Jahren traditionellen Seniorennachmittag mit seiner Ehefrau Lisa initiiert und immer wieder mit humorvollen Dönekes bereichert hatte.

Als Franz Althoff dann an seinem Akkordeon zog und in die Tasten griff, wurden im großen Chor bekannte Advents- und Weihnachtslieder gesungen. Harenbrock las dazu besinnliche Geschichten über „Weihnachten vor 100 Jahren in der Davert bei Ottmarsbocholt“ und über die Nachkriegs-Weihnachten, die die Senioren noch selber erlebt hatten. Lene Diekel trug in ihrer gekonnten Art und Weise das plattdeutsche Gedicht vom „Sünnerklaas un den swatten Knecht Ruprecht“ vor und erhielt dafür viel Beifall.

Die in der abschließenden Sammlung gespendeten 460 Euro wurden zu gleichen Teilen Lene Diekel zu Gunsten von „Herzenswünsche“ und Claus Muchow für Hilfseinsätze des DRK übergeben.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/146913?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F698605%2F698606%2F
Nachrichten-Ticker