Altenberge
Warten bis September

Dienstag, 28.06.2011, 16:06 Uhr

Altenberge - Entscheidung vertagt: Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses konnten sich nicht auf eine der drei vorgeschlagenen Verkehrsführungsvarianten für das neue Baugebiet zwischen der Münsterstraße und dem Alten Münsterweg (unterhalb der Krüsellinde) einigen. Deshalb, so der Beschlussvorschlag, sollen bei der Erstellung des Vorentwurfs zum Bebauungsplan zwei Varianten zur Verkehrsführung berücksichtigt werden. Spätestens im September soll dann der Knoten für einen Vorschlag durchschlagen werden.

Die zwei jetzt noch zur Auswahl stehenden Pläne, wie das Baugebiet verkehrstechnisch zu erschließen ist, sehen wie folgt aus.
Variante 1: Sie sieht eine Anbindung ausschließlich über die Verkehrsfläche Krüselblick an die Münsterstraße (L 510) vor. Lediglich mit Fuß- und Radwegen soll das Gebiet an den Alten Münsterweg angebunden werden.

Variante 2: Sie sieht eine Anbindung an den Alten Münsterweg vor. Dadurch kann der Verkehr sowohl über die Münsterstraße als auch über den Alten Münsterweg abfließen. Mittels eines Durchstichs könnte die Krüselsiedlung an das überörtliche Straßennetz angebunden werden.

Zuvor hatte Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm aus Osnabrück die Verkehrsuntersuchung vorgestellt. Grundsätzlich werde sich der innerörtliche Verkehr nach Fertigstellung der Südumgehung in 2012 „deutlich reduzieren“ - das wirke sich insbesondere auf die Bahnhof- und Münsterstraße aus. Reimann geht davon aus, das täglich zwischen 7800 und 9600 Pkw die neue Südumgehung nutzen werden.

Werde das neue Baugebiet entsprechend der Variante 1 erschlossen, sei mit etwa 600 Fahrten pro Tag zu rechnen, die auf die Münsterstraße abbiegen. Werde entsprechend der Variante 2 vorgegangen, erhöhe sich die Anzahl der Pkw-Fahrten auf etwa 900 in Richtung Münsterstraße. Andererseits nehme der Verkehr auf dem Alten Münsterweg durch einen Durchstich ab - und zwar von derzeit rund 700 auf etwa 300-Pkw-Fahrten pro Tag.

Und genau das ist zumindest für Christian Wiewer ( CDU ) ein entscheidender Grund für Variante 2 zu stimmen: „Die Verkehre verteilen sich sehr gut und der Alte Münsterweg wird spürbar entlastet. Das ist ein großer Vorteil für die Bürger.“

Ein UWG-Vertreter sieht das hingegen ganz anders: „Wir sollten dem Votum der Bürger folgen und die erste Variante wählen.“ Bei einer Versammlung hatten sich rund 100 Altenberger eindeutig dafür entschieden, das neue Baugebiet nicht an das bestehende anzuschließen. Dann bleibe für die jetzigen Bewohner im Bereich des Krüsels alles so wie bisher, so derUWG-Mann.
„So haben wir noch keine Tür zugeschlagen“, begrüßte Ausschuss-Vorsitzender Klaus Wollschläger (CDU) den nun gewählten Beschlussvorschlag, der einstimmig ausfiel.

Lediglich Wilfried Koch (SPD) enthielt sich der Stimme - er brachte am Montagabend zur Verblüffung vieler Kommunalpolitiker eine weitere Variante ins Spiel - Durchstich zum Krüsel mit einer Absperrung am Knotenpunkt Alter Münsterweg, Amselstraße / Finkenstraße. Dann müssten die Anwohner der Krüselsiedlung zwangsweise durch das neue Baugebiet in Richtung Münsterstraße fahren. Über diesen Vorschlag des Sozialdemokraten wurde allerdings nicht mehr abgestimmt.

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