Altenberge
Der Großglockner ruft

Freitag, 29.07.2011, 18:07 Uhr

Altenberge - Der Wesseler WE 335 ist frisch poliert. Der grüne Traktor glänzt und sein „Herr“ Adolf Harenbrock lehnt sich an ihn. Vor dem Geräte- und Schleppermuseum hat der Altenberger seinen 35-PS-Trecker geparkt. Immer wieder bricht er mit seinen Oldtimerfreunden zu Fahrten ins Münsterland auf - doch dabei will es Harenbrock nicht belassen. Er plant etwas ganz Großes - und zehn Mitstreiter sitzen bereits in seinem „Boot“: Im September 2012 möchten sie an der Oldtimer-Weltmeisterschaft für Traktoren teilnehmen - diese findet traditionell auf der Großglockner-Hochalpenstraße in Österreich statt - und zwar vom 14. bis 16. September 2012.

Obwohl die ungewöhnliche Tour, „der Traum eines jedes Traktorfahrers“, schwärmt Harenbrock, erst in einem Jahr über die Bühne geht, laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Das Kernproblem: Wie kommen die Traktoren nach Österreich? „Wir wären drei Wochen unterwegs“, rechnet Harenbrock vor, falls die Treckerfahrer die Strecke von Altenberge in Angriff nehmen wollten. „Das kommt leider nicht in Frage“, schmunzelt der Treckerfan. Die einzige machbare Variante: Per Lkw müssen die Oldtimer zur Hochalpenstraße transportiert werden - Kostenpunkt rund 800 Euro pro Trecker.

Die Alternative - mit dem Zug - wurde schnell verworfen. Zum einen startet er nur einmal die Woche von Düsseldorf aus, zum anderen ist die Höhe auf 2,05 Meter begrenzt - und das reicht für viele Oldtimer nicht aus. Auch ein Transport mit dem Güterzug (ab Dülmen) wurde in Erwägung gezogen. „Allerdings bei eigener Verladung“, berichtet Harenbrock. Es bleibt also nur der Transport mit dem Lkw.

Doch auch dieses hat einen Haken. Dort können jeweils nur sechs Trecker mitgenommen werden - einer zu viel oder zu wenig - und schon gerät das Preisgefüge durcheinander.

Bis zum 1. März 2012 müssen diese und weitere Details geklärt sein. Denn dann ist der Anmeldetag. „Und innerhalb von wenigen Stunden sind die Startplätze weg“, berichtet Adolf Harenbrock. Insgesamt können 550 Trecker mit ihren Fahrern teilnehmen. Mehrere Tausend Oldtimerfans bewerben sich jedes Jahr für diese Abenteuertour.

Und auf die alten Gefährte warten einige Höhenmeter, die sie überwinden müssen. Von Bruck, 758 Meter hoch gelegen, bis nach Fuscher Törl, immerhin 2428 Meter über Normalnull. Die durchschnittliche Steigung beträgt 5,7 Prozent. „Und dann der Blick“, schwärmt Harenbrock und hat den Großglockner bereits vor Augen.

» Wer sich für diese ungewöhnliche Tour interessiert, der ist zum einem Infoabend eingeladen, der am Donnerstag (4. August) um 19.30 Uhr im Schleppermuseum beginnt. Zudem steht Harenbrock unter Telefon 0160/713 31 30 für weitere Auskünfte zur Verfügung.

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