Der Durchstich kommt
„Krüselblick“: Bau- und Planungsausschuss stimmt für „Variante zwei“

altenberge -

Wer in den vergangenen Wochen die Diskussion über die Planungen zum neuen Baugebiet „Krüselblick“ verfolgt hat, der wird nicht besonders überrascht sein: Der Durchstich zum Alten Münsterweg kommt. Diese Entscheidung wurde in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses gefällt. Demnach soll nach „Variante zwei“ das Areal erschlossen werden. Das heißt: In Höhe der „Krüsellinde“ soll ein Kreisverkehr angelegt werden. Von dort geht es dann sowohl in das neue Baugebiet als auch in Richtung Alter Münsterweg.

Montag, 28.11.2011, 11:11 Uhr

Die Entscheidung für „Variante zwei“ fiel zum einen mit den sieben Stimmen der CDU , zum anderen votierte auch Bernd Rausmann (SPD) für den Durchstich. Sein Parteikollege Wilfried Koch enthielt sich der Stimme. Grüne, FDP und UWG wollen dagegen keinen Durchstich und plädieren für Variante eins.

„Wir sollten versuchen, den Verkehr zu verhindern“, begründete Karl Reinke (Grüne) die Ablehnung seiner Fraktion. „Man kann überall in Altenberge gut mit dem Fahrrad hinkommen.“ Zudem werde mit einem Kreisverkehr in Höhe der Krüsellinde dieses Wahrzeichen „auf keinen Fall aufgewertet“. Heinz Beckmann (Grüne) monierte außerdem, „dass zu viel Fläche versiegelt wird“.

Für die UWG begründete Peter Nemitz seine Bedenken: „Durch den Kreisverkehr gehen drei Grundstücke verloren.“ Deshalb spreche sich seine Fraktion gegen einen Durchstich und für Variante eins aus.

Auch die FDP ist gegen eine direkte Anbindung an den Alten Münsterweg . Dieter Wierling befürchtet unter anderem „viele Schleichverkehre“.

Die Befürworter von Variante zwei sehen das ganz anders. „Der Verkehr muss auf möglichst viele Schultern verteilt werden“, nannte Eugen Baackmann (CDU) einen Grund für die Durchfahrt. Insbesondere die Anlieger der Südstraße erhoffen sich künftig eine Entlastung. Baackmann ist sich außerdem sicher: „Die Mehrheit der Altenberger möchte den Durchstich.“

Auch Bürgermeister Jochen Paus plädierte für Variante zwei: Der Kreisverkehr diene der „gebietsinternen Erschließung und bilde eine optische Grenze“. Zudem könne – falls der Verkehr signifikant zunehme – reagiert werden. Sowohl eine Einbahnstraßenregelung als auch eine komplette Schließung seien möglich, kündigte Jochen Paus an.

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