„So etwas vergisst man nicht“
Heute vor 50 Jahren stürzte ein Aufklärungsflugzeug in der Bauerschaft Hohenhorst ab

altenberge -

„So etwas vergisst man nicht.“ Werner Schmerling steht auf dem frisch gepflückten Acker und blickt in Richtung eines kleinen Waldstückes. „Sehen Sie, dort hinten ist der Flieger abgestürzt.“ Rückblick: Heute vor genau 50 Jahren, am 8. November 1961, ging in der Bauerschaft Hohenhorst ein englischer Düsenjäger nieder. Und der heute 73-jährige Schmerling erlebte den Unfall hautnah mit. „Ich wollte gerade ins Haus zum Mittagessen gehen“, erinnert sich der Landwirt. „Aber dann bebte der ganze Hof.“ Das englische Aufklärungsflugzeug war in das kleine Waldstück in Hohenhorst gerast, hatte mehrere Bäume gestreift und war dann zu Boden gegangen und fing Feuer. Die beiden Piloten waren sofort tot.

Montag, 07.11.2011, 17:11 Uhr

Der damals 23-jährige Schmerling rannte allerdings nicht zur rund 500 Meter vom Hof entfernt liegenden Unfallstelle. „Der Boden war extrem nass“, blickt der Altenberger Landwirt zurück. Außerdem brannte die ganze Waldfläche rund um das Einsturzgebiet und Leuchtraketen stiegen in die Höhe, erzählt Werner Schmerling.
Polizeibeamte sperrten nach dem Flugzeugunglück das Gebiet weiträumig ab. Zudem sammelten sie unter anderem die weit verstreuten Bordbücher und Instrumente ein.
Nur wenige Stunden später hatten die Engländer ihr „Lager“ auf dem Hof Schmerling aufgeschlagen. Rund eine Woche dauerten die Aufräum- und Ermittlungsarbeiten, so der 73-Jährige weiter. „Sie haben alles aufgeräumt und abtransportiert.“ Außerdem habe es für den Landwirt eine kleine Entschädigung gegeben.

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