5. Genealogentag in der Gooiker Halle
Familienforschung auf Mausklick

Altenberge -

„Da hat sich unsere Fleißarbeit ja gelohnt“, freute sich Marianne Borgschulte, die mit sechs Mitstreitern mehr als 10 000 Datensätze im Vorfeld erfasst hatte. Sie gehört zur Ortsgruppe „Dorfgeschichte und Genealogie“ des Heimatvereins. Dieser war auch mit einem Stand beim 5. Westfälischen Genealogentag vertreten. Rund 1300 Besucher kamen in die Gooiker Halle.

Sonntag, 17.03.2013, 13:03 Uhr

Lokale Familienforschung auf Mausklick bot die Ortsgruppe „Dorfgeschichte und Genealogie“ des Heimatvereins beim 5. Westfälischen Genealogentag am Samstag in der Sporthalle am Gooiker Platz. An zwei Computern mit Bildschirmplätzen gewährten die Mitglieder Angehörigen einen Einblick in die Personenstandsdaten ihrer Vorfahren bis ins Jahr 1874. Dieser auf eine Gemeinde maßgeschneiderte Service stieß sogar bei „alten Hasen“ der Forscherzunft auf der Großveranstaltung mit rund 1300 Besuchern und 50 Infoständen von Vereinen, Dienstleistern und Archiven auf Anerkennung.

„Das haben wir in dieser Form noch nie erlebt. Ein tolles Angebot“, meinte Paul Lülf aus Havixbeck . „Vielleicht entdecken wir noch Wertvolles, das uns wieder weiterbringt“, fügte seine Frau Kathrin hinzu und nimmt nach der Recherche dankbar einen Stapel an Ausdrucken in Empfang. Darauf sind alle seit Einführung des Standesamtes registrierten und bislang zur Weitergabe zugelassenen Angaben zu Geburten bis ins Jahr 1900, Hochzeiten bis 1930 und Todesfälle bis 1980 unter dem jeweiligen Familiennamen zu finden.

Immer wieder gibt es für das Standteam Lob. „Da hat sich unsere Fleißarbeit ja gelohnt“, freut sich Marianne Borgschulte , die mit sechs Mitstreitern mehr als 10 000 Datensätze im Vorfeld erfasst hatte. Manchmal habe sie „den Kram“ fast hinschmeißen wollen, berichtet sie weiter. „Vor allem, weil die Schriften vor 1945 teilweise so schwer zu entziffern waren wie Hieroglyphen.“ Zur damaligen Zeit schrieben die Menschen in der Deutschen Schrift. „Und einige hatten obendrein – wie manche Zeitgenossen heute auch – eine unleserliche Klaue.“

Eineinhalb Jahre lang hatte sich die Gruppe um die Übertragung der Informationen aus dem Standesamt gekümmert. Zunächst wurden alle Urkunden fotografiert und dann in den Computer eingetippt. „Wir sind stolz auf unsere neue Datenbank“, betont Felizitas Plettendorf. Sie sammelt überdies alte Totenzettel aus der Gemeinde und hat schon 1500 eingescannt. Der Altenberger Heimatverein sei an weiteren interessiert und bittet daher um Mithilfe. „Wir wollen der Nachwelt einen Eindruck davon hinterlassen, was ins unserem Dorf los war.“ Dazu leiste die Familienforschung einen wichtigen Beitrag.

Ein paar Stände weiter stellt der Altenberger Unternehmer Hubert Wiermer eine neue „Vorauseilende Familienchronik“ vor, die mit der Waltroper Firma Manufactum entwickelt wurde. „Hiermit kann Ahnenforschung nicht wie sonst üblich nur als Rückschau erfolgen“, erklärt der 67-Jährige, „sondern auch mit Blick auf die Zukunft.“ Sein Stammbaum stelle den Hobbyforscher selbst in den Mittelpunkt und lasse das Geäst in beide Richtungen wachsen. Zudem könnten auch Lebenspartner und Geschwister berücksichtigt werden. Wiermer: „Ab der Stunde Null, wo die Recherche startet, kann die Chronik für alle immer aktuell mitgeschrieben werden, sobald sich in der Familie etwas ereignet.“ Zum Gesamtpaket gehören neben dem Stammbaum Personenblätter, auf denen wichtige Informationen zu den Familienmitgliedern notiert werden, Ordner und eine Anleitung.

 

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