Facebook und Co
Aktenschrank groß wie Europa

Altenberge -

Über soziale Netzwerke informierte WN-Redakteur Uwe Renners in der Kulturwerkstatt. Natürlich ging es auch um Facebook, das mittlerweile von über 1,1 Milliarden Menschen genutzt wird.

Mittwoch, 27.11.2013, 14:11 Uhr

Würde die NSA ihre ausspionierten Daten auf Papier sammeln, der Aktenschrank wäre so groß wie halb Europa – 17 Millionen Quadratkilometer. Für diese Spuren, die jeder Handybenutzer produziert, muss er nicht einmal telefonieren oder im Internet surfen. Einschalten genügt – und schon liefert jeder ein lückenloses Bewegungsprofil. Dass das Leben mit und in den neuen Netzwelten aber nicht nur Angst machen muss, das erfuhren die Zuhörer von WN-Redakteur Uwe Renners am Dienstagabend bei seinem Vortrag in der Kulturwerkstatt.

Ewig nicht gesehene Freunde suchen, blitzschnell nach Fakten im Internet recherchieren, in ein Panoramafoto der Weltstadt Tokio so tief eintauchen, dass jedes kleinste Detail, wie der Abfluss in einem Swimmingpool, sichtbar wird oder eine Reise um die Welt in 853 Bildern unternehmen – der onlineerfahrene Redakteur machte es mit wenigen Mausklicks vor.

Schwerpunkt seines Vortrags war allerdings Facebook, das von mittlerweile 1,189 Milliarden Menschen genutzte soziale Netzwerk. Für Renners die „größte Suchmaschine der Welt, wenn es um persönliche Daten geht“. Gerade mit der US-amerikanischen Version, auch in Deutschland problemlos verfügbar, ist ein Eintauchen in die Privatsphäre beinahe jedes x-beliebigen Facebook-Nutzers möglich. Ob er will oder nicht. . .

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