Spatenstich in Wuhan
Neubau in China

Altenberge -

Die Expansion der Schmitz Cargobull AG schreitet voran. Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrags zwischen dem Altenberger Unternehmen und dem chinesischen Nutzfahrzeughersteller Dongfeng Motor Group wurde mit dem Bau des neuen Anhängerwerks in Wuhan (China) begonnen.

Mittwoch, 04.12.2013, 16:12 Uhr

„In der zweiten Jahreshälfte 2014 werden in der Elf-Millionen-Einwohner-Stadt die ersten Auflieger für den chinesischen Markt vom Band rollen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird das Joint-Venture-Unternehmen über 100 Millionen Euro in die Produktionsstätte in Wuhan investieren. Am vergangenen Freitag haben Manager von Dongfeng und Schmitz Cargobull den Grundstein am künftigen Standort für das neue Aufliegerwerk gelegt. Aus Altenberge waren die Schmitz-Cargobull-Vorstandsmitglieder Andreas Schmitz und Ulrich Schöpker angereist.

Eine 30 000 Quadratmeter große Produktionsstätte wird auf dem 150 000 Qua­dratmeter großen Firmengelände errichtet. „Das hochmoderne Werk mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 40 000 Aufliegern ist ein wichtiger Schritt für die Expansion von Schmitz“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

2500 Anhänger sollen im ersten Jahr produziert werden, die jährliche Produktion soll über einen Zeitraum von drei Jahren auf 20 000 Auflieger ansteigen.

Schmitz Cargobull hat bereits einen Anhänger für den chinesischen Markt entwickelt und einem umfangreichen Testbetrieb unterzogen. „Der Einsatz auf unbefestigten Straßen gehört in China zum Alltag. Trotz entsprechender Vorschriften werden Fahrzeuge immer wieder überladen. Daher müssen die Fahrzeuge besonders robust sein“, erklärt Andreas Schmitz, Vorstandsmitglied der Schmitz Cargobull AG.

„Die enge Zusammenarbeit und der offene Umgang mit den staatlichen Behörden und der Industrie haben es ermöglicht, dass die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für die neue Produktionsstätte nach der Vertragsunterzeichnung am 16. November 2012 sehr schnell abgeschlossen werden konnten“, freute sich Andreas Schmitz.

Das Unternehmen Dongfeng möchte künftig stärker in den chinesischen Markt mit mittelschweren und schweren Lkw vordringen. Die Fertigstellung des Werks werde die Position von Dongfeng deutlich stärken und die chinesische Fahrzeugindustrie bereichern, so Schmitz Cargobull weiter. Von der Investition profitierten außerdem weitere Industriebetriebe sowie die Stadt Wuhan.

Dongfeng wird für den Vertrieb der Anhänger, den Kundendienst und andere Dienste zuständig sein, da das Unternehmen über ein umfangreiches Netz von Händlern und Service-Partnern in China verfügt. Durch die Zusammenarbeit zwischen Europas größtem Anhängerhersteller und dem drittgrößten Nutzfahrzeughersteller Chinas sollen sowohl die Synergieeffekte als auch das Wachstumspotenzial genutzt werden. Beide Partner richten ihren Blick auf einen Markt mit 300 000 Einheiten bestehend aus Zugmaschinen und Anhängern.

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