Die Kandidaten der Grünen
Werner Schneider auf Platz eins

Altenberge -

Während der Mitgliederversammlung der Grünen stellte die Partei auch die Kandidaten für die Kommunalwahl auf. Auf Platz eins der Reserveliste steht der aktuelle Fraktionsvorsitzende Werner Schneider.

Sonntag, 26.01.2014, 14:01 Uhr

Bereits zu Zeiten von Ex-Kanzler Helmut Kohl war bei den Grünen in Altenberge die Tradition des Grün-Kohl-Essens entstanden. Am Freitagabend hatte die Partei wieder Interessierte und Parteimitglieder dazu eingeladen. Treffpunkt war in der Gaststätte „Penz am Dom“. Zuvor standen jedoch während der Mitgliederversammlung Wahlen auf dem Programm: Dabei setzen die Grünen auf Kontinuität: Heinz Beckmann ist weiterhin Sprecher der Partei, als Kassierer wurde Karl Reinke bestätigt. Beisitzer bleiben Wigbert Stermann, Susanne Strasser und Wilhelm Conrads. Die ersten sechs Plätze der Reserveliste für die Kommunalwahl sind besetzt mit Werner Schneider , Wilhelm Conrads, Heinz Beckmann, Karl Reinke, Ulla Kißling und Bennet Conrads.

„An den Altenberger Grünen hat es nicht gelegen“, resümierte Beckmann mit Blick auf die Bundestagswahl. Für die Kommunalwahl im Mai sieht Beckmann gute Chancen. „Wir können es schaffen, wieder mit vier Ratsmitgliedern in das Rathaus einzuziehen“, meinte Beckmann.

Auch ein Jubiläum kündigte der Grünen-Sprecher an. Vor 35 Jahren war die Grüne Liste Umweltschutz (GLU) in Hansell gegründet worden. Die damals treibende Kraft Wigbert Stermann ist immer noch in der Partei tätig. „Wahrscheinlich sind wir mindestens die zweitältesten Grünen in NRW“, so Beckmann. Nur die Krefelder könnten ein paar Tage schneller mit ihrer Gründung gewesen sein.

Aus der Ratsfraktion berichtete Werner Schneider. Im nicht ganz so erfolgreichen Abschneiden der Bundesgrünen sieht er eine gute Chance der Rückkehr zu den Kernkompetenzen. Lokal gesehen hatte Schneider einige Kritikpunkte an der Politik im Rathaus. Gebetsmühlenartig hätten die Grünen ein Gemeindeentwicklungskonzept eingefordert. „Jetzt ist es beschlossen, aber für vieles ist es zu spät“, monierte Schneider. Auch am Einzelhandelskonzept sieht er Kritikpunkte. Statt die Ortsmitte zu stärken, seien zu viele Ortsrandzentren entstanden. „Und bei der Hauptschule hat die Gemeinde auch nicht rechtzeitig reagiert“, stellte Schneider fest.

Direkt von der Grünen Woche in Berlin nach Altenberge gekommen, berichtete Friedrich Ostendorff (MdB) von der parlamentarischen Arbeit. Er stellte heraus, wie schwer es sei, sich gegen die Lobbyisten der Landwirtschaft und den Bauernpräsidenten durchzusetzen. „Das war sehr interessant und aufschlussreich“, unterstrich Beckmann. Da schmeckte der Grünkohl besonders lecker.

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