Sammlung der Caritas für die Tafel
„Wirklich ein erfreuliches Ergebnis“

Altenberge -

„Schau, ein Christstollen!“ Edith Lindemann, Bärbel Brinker und Christiane Wissing nehmen diese Gabe besonders gerne an. Eine knappe Stunde stehen sie am Samstag im Eingang des Supermarktes am Marktplatz. Ein fast gefüllter Einkaufswagen und drei Kartons mit Lebensmitteln warten bereits darauf, dass Diakon Manfred Wissing von der Pfarrcaritas die Spenden der Kunden des Marktes ins Zwischenlager bringt.

Sonntag, 14.12.2014, 09:12 Uhr

Sammlung für die Tafel: Bärbel Brinker, Edith Lindemann und Christiane Wissing freuen sich über die reichlich gespendeten Lebensmittel für die Emsdettener Tafel, bei der auch Bedürftige aus Altenberge sich versorgen.
Sammlung für die Tafel: Bärbel Brinker, Edith Lindemann und Christiane Wissing freuen sich über die reichlich gespendeten Lebensmittel für die Emsdettener Tafel, bei der auch Bedürftige aus Altenberge sich versorgen. Foto: ter

Bis zum Nachmittag werden sie noch Lebensmittelspenden entgegennehmen. Gesammelt wird für die Weihnachtsaktion der Emsdettener-Grevener-Tafel. Ein weiteres Team steht beim zweiten Vollsortimenter im Ort.

Auch Elisabeth Hölker und ihre vierjährige Enkelin Marie haben für die Tafel eingekauft. Da darf dann schon ein Beutel mit Weihnachtssüßigkeiten dabei sein. „Hier spenden wir jedes Jahr. Es wäre doch schrecklich, wenn die Tafel den Bedürftigen etwas geben möchte, aber die Regale leer sind“, erklärt Hölker ihre Motive.

Dabei ist sie mit ihrer Ansicht nicht alleine. Von zehn Kunden nehmen bestimmt acht die Wunschliste der Tafel mit und kaufen zusätzlich Lebensmittel ein. Einige geben einen Teil, andere gleich mehrere. Auch Geld, von dem die Tafelmitarbeiter dann einkaufen gehen, wird gespendet.

„Es ist wirklich ein erfreuliches Ergebnis“, betont Lindemann . Gerade zu Weihnachten möchte man die Bedürftigen, die Hilfe von der Tafel bekommen, gerne mit einem besonders vielfältigem Angebot unterstützen können. Daher sind Christstollen und Schokolade für die Kinder gern gesehen.

Ansonsten findet sich fast alles auf der Liste, was ohne Kühlung haltbar ist. Obst- und Gemüsekonserven, Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln und Zucker werden gebraucht. Auch Senf oder Tomatenmark stehen auf der Wunschliste, ebenso wie Kaffee, Tee und Säfte. Und die Kinder freuen sich immer auch über Nussnougatcreme.

„Wir haben in Altenberge 18 Familien, von denen regelmäßig eine Person den pfarreigenen Bus nach Emsdetten zur Tafel nimmt“, erzählt Diakon Wissing. Einige fahren auch selber in den Nachbarort, der für Altenberge zuständig ist. Gerade Flüchtlinge und alleinerziehende Mütter nutzen die Möglichkeit, Lebensmittel über die Tafel zu bekommen. „Nur schwer kommt man allerdings an ältere Menschen heran“, erklärt Wissing. Diese würden lieber ganz armselig leben, als nach Essen von der Tafel zu fragen. „Oft sagen sie, dass sie schon Schlimmeres erlebt hätten“, so Wissing. In diesem Jahr jedenfalls wird zu Weihnachten die Tafel in Emsdetten gut gedeckt sein.

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