6. Genealogentag
„Papier ist nicht geduldig“

Altenberge -

Bereits zum sechsten Mal fand in Altenberge der Westfälische Genealogentag statt. In der Gooiker Halle waren 50 Stände aufgebaut. Der Heimatverein hatte einen Großteil der Organisation übernommen.

Sonntag, 15.03.2015, 14:03 Uhr

Auch der Stand des Heimatvereins hatte wertvolle Infos parat. Wilfried Borgschulte (l.) beim Blick in das umfangreiche Personenstandsregister.
Auch der Stand des Heimatvereins hatte wertvolle Infos parat. Wilfried Borgschulte (l.) beim Blick in das umfangreiche Personenstandsregister. Foto: Dieter Klein

Auch nach dem sechsten Westfälischen Genealogentag , einem Gemeinschaftsprojekt der „Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung“, der Gemeinde und vor allem dem Heimatverein Altenberge , haben sich die Veranstalter am Samstag – nach vielfacher Expertenaussage – erneut einen „Oskar“ verdient.

Im Vorfeld hatten die Altenberger Heimatfreunde die Gooiker Halle bestens präpariert, damit sich die 50 spannend aufgemachten Info-Stände gut präsentieren konnten. Zudem wurden Leit- und Führungswege ausgewiesen – zu den Ausstellungen, zur Kantine oder zu den Vorträgen. Viele Helfer waren dafür im Einsatz, um die aus ganz Deutschland angereisten Besucher zu betreuen.

Am Stand des Heimatvereins waren unter anderem Wilfried Borgschulte, Werner Witte, Rita Schütte, Felizitas Plettendorf, Rainer Plettendorf, Gebhard Aders , Ulrich Krass, Mechtild Witte, Gisela Isfort , Renate Struck, Monika Heggelmann, Thomas Habrich, Hubert Wiermer und Siggi Schulte Isfort mit von der Partie. Dort präsentierten sie den Besuchern beispielsweise eingescannte Personenstandsregister, Informationen zu Totenbilder-Sammlungen und Wissenswertes über Flurnamen.

Ganz besonders glücklich zeigte sich Gebhard Aders über den Zufallsfund einer uralten „Schwarte“, einem handgeschriebenen Rezeptheft der Familie Schulze Lefert aus dem 19. Jahrhundert. Gebhard Aders schmunzelnd weiter: „Danach hat meine Frau im letzten Jahr mir einen Bisquitkuchen gebacken. Weil die Menschen damals, also zur Zeit der Maria Johanna Antoinette Schulze Lefert (1809 bis 1886) aber noch kein Backpulver als Treibmittel kannten, musste meine Frau neun Eier unterrühren. Aber ich hab’s überlebt.“

Überlebt hatte Archivar Gebhard Aders übrigens auch den Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009, das er als einer der Letzten noch verlassen konnte. Die Restaurierungsarbeiten der damals zerstörten Dokumente wird noch Jahre dauern.

Zum Umgang und zur Präparation von alten und verrotteten Familien-Papieren rieten die sachkundigen Experten am Stand des LWL-Archivamtes: „Verzichten Sie möglichst auf eigenhändige Reparaturen. Papier ist nicht geduldig!“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3135799?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F4849269%2F4849279%2F
Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Halle Münsterland: Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Nachrichten-Ticker