Bürgerversammlung
Kritik hält sich in Grenzen

Altenberge -

Die Mehrheit der Altenberger, die an der Bürgerversammlung zum Thema Erweiterung des K+K-Marktes, sind mit den Plänen zufrieden. Kritisiert wurde unter anderem, dass der neue Kreisverkehr zu groß geplant sei.

Samstag, 27.06.2015, 11:06 Uhr

Kein Stuhl blieb frei: 50 Altenberger kamen am Donnerstagabend zur Bürgerversammlung in den Sitzungssaal des Rathauses, um über Pläne rund um die K+K-Erweiterung zu diskutieren.
Kein Stuhl blieb frei: 50 Altenberger kamen am Donnerstagabend zur Bürgerversammlung in den Sitzungssaal des Rathauses, um über Pläne rund um die K+K-Erweiterung zu diskutieren. Foto: mas

Bürgermeister Jochen Paus war „natürlich“ gut vorbereitet. Schließlich hatte er mit der Frage gerechnet, ob die Straßen (Alter Münsterweg, Krüselstraße, Südstraße, Teichstraße) dafür geeignet sind, um den künftigen Anlieferverkehr für den K+K-Markt zu bewältigen. Die Antwort: „Ja“. Der Bürgermeister geht davon aus, dass etwa fünf Lkw pro Tag den Markt anfahren.

Donnerstagabend, Sitzungssaal im Rathaus: Rund 50 Altenberger kamen zur Bürgerversammlung , die das Thema Erweiterung des K+K-Marktes zum Thema hatte. Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm ( Osnabrück ) stellte zunächst das Projekt vor. Im kommenden Jahr wird der K+K-Markt für einige Monate schließen, um seine Verkaufsfläche von derzeit 750 auf künftig 1200 Quadratmeter zu erweitern.

Im Vorfeld müssen umfangreiche Arbeiten erledigt werden. Dazu gehört auch der Bau eines neuen Kreisverkehrs an der Hanseller Straße/Königstraße/Alter Münsterweg. Dieses Rondell (Durchmesser 22 Meter) halten einige Bürger für überdimensioniert. „Muss der Kreisverkehr so groß sein?“, fragte eine Altenbergerin. „Gerade hier muss eine eindeutige Regelung her“, erklärte Paus. Schließlich sei das für viele Kinder der Schulweg. Minikreisel führten oft dazu, dass diese geradeaus überfahren werden.

Der große Kreisverkehr sei auch für den neuen Parkplatz mit 40 Stellplätzen (Breite etwa 2,70 Meter) erforderlich, da der K+K-Markt nur von dort angefahren werden kann. Zusätzlich kommen 20 Stellplätze am Alten Münsterweg hinzu.

Keine Chance sieht Jochen Paus für einen separaten Radweg im Bereich des neuen Kreisels, wie von Walter Hullerum ins Spiel gebracht. „Dafür reicht der Platz nicht aus.“ Die Straßenbreiten lassen dies nicht zu. In diesem Zusammenhang wies Gaby Schnell, Vorsitzende des Seniorenbeirats, daraufhin, dass „Radfahrer das Recht haben, auf der Fahrbahn zu fahren“.

Insgesamt zeigte sich die Seniorenbeiratsvorsitzende von den Erweiterungsplänen des K+K angetan. So könne rund um den Marktplatz wieder ein „Kommunikationszentrum“ entstehen. Nicht nur einkaufen, sondern Leute treffen, ins Gespräch kommen. Dafür bietet sich auch der künftige neue Café-Bereich in Richtung Marktplatz an. „Wahrscheinlich“, so Jochen Paus, wird die Bäckerei Verspohl das Café betreiben.

Zurück zur Anlieferung, die künftig im Bereich des noch umzugestaltenden Lindenhof-Parkplatzes erfolgen soll. „In fünf Jahren sind die ersten Steine oben“, so die Prognose eines Bürgers. Das sieht Jochen Paus nicht so: „Der Straßenunterbau ist dafür geeignet.“

Zudem hält er die Verkehrsbelastung rund um die Straßen am K+K für „vertretbar“. Dafür hatte Paus Messergebnisse mitgebracht: In 2014 befuhren bei einer Tageszählung in 24 Stunden 1400 Pkw die Südstraße. Auf der Krüselstraße waren es Anfang dieses Jahres 1300. Diese Zahlen werden sich nach Schätzungen von Jochen Paus in Zukunft „nicht wesentlich ändern“.

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