Ungewöhnlicher Auftritt
Konzert, das zu Herzen ging

Altenberge -

Was der Frauen-Gospelchor „Millima Mabonde“ in den Jahrhunderte alten nasskalten Tiefen des Eiskellers zu Gehör brachte, ließ die Umgebung vergessen. Ein besonderes Konzert.

Montag, 31.08.2015, 15:08 Uhr

Der Frauen-Gospelchor „Millima Mabonde“ beeindruckte in einem nicht alltäglichen Aufführungsort – dem Altenberger Eiskeller.
Der Frauen-Gospelchor „Millima Mabonde“ beeindruckte in einem nicht alltäglichen Aufführungsort – dem Altenberger Eiskeller. Foto: dk

Die Menschen, die am Samstagnachmittag und noch einmal, am späten Abend, trotz hochsommerlicher Temperaturen dicke Jacken mitschleppten, hatten allesamt nur ein Ziel: den Eiskeller . Und hier erwarteten sie leidenschaftlich heiße Gospel-Gesänge in der bekannt feuchtkalten Umgebung.

Vorweg genommen: was ihnen der Frauen-Gospelchor „ Millima Mabonde “ in den Jahrhunderte alten nasskalten Tiefen der früheren Brauerei und Mälzerei Beuing von verschiedenen Ebenen aus zu Gehör brachte, ließ die Umgebung vergessen. Im Gegenteil: Dank der beinahe schon grotesken Dunkelheit, die nur mit charmanter Unterstützung durch Männer des Heimatvereins vergessen werden konnte, konzentrierten sich die Sinne der Besucher mehr und mehr, schließlich ausschließlich, auf den bewegenden Gleichklang der Sängerinnen im Lied, als Ausdruck demütigender Sehnsucht nach Gott.

Mit „Evening rise“, schlicht übersetzt: „Abend erhebe dich“ – einem uralten, überlieferten Indianer-Song, stieg der Chor der Frauen in das von christlichen Hymnen geprägte Programm ein. Sie hätten es auch als „Abendlichen Aufstieg“ übersetzen können, denn mit Auf- und Abstieg in den verschiedenen Ebenen des umfangreichen Kellergewölbes bestätigten die Sängerinnen um Dorothee Ossowski , was sie zuvor schon während diverser Proben vor Ort festgestellt hatten: die ungewöhnliche Akustik des Eiskellers wechselt von Raum zu Raum.

Absolut passend zu den meditativen, manchmal aber auch geradezu fröhlich-fetzenden Lieder um die Verherrlichung Gottes. Vieles von Dorothee Ossowski war neu arrangiert, veredelt. Vom seltener gehörten „Lord I lift your name on high“ bis zum weltbekannten „Amazing Grace“. Unterstützt von den Instrumentalisten Anja Diamond (Querflöte) und Kristina Ossowski (Klarinette) boten und forderten die singenden und spielenden Chormitglieder und Umgebung beides: feierliche Unterhaltung und aufwühlende Innehaltung in einem Konzert, das zu Herzen ging.

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