Pläne fürs Zentrum
Wer macht das Rennen?

Altenberge -

Vier Planungsbüros stellten den Kommunalpolitikern ihre Entwürfe zur Umgestaltung des Ortskerns vor. Im Mittelpunkt steht dabei die künftige Gestaltung des Rathausplatzes. Zwei Büros brachten „Wasser“ ins Spiel, unter anderem eine Fläche mit Fontänen. Während einer Bürgerversammlung werden die Pläne erneut präsentiert.

Dienstag, 01.09.2015, 19:09 Uhr

Wie kann es gelingen, den Verkehr im Zentrum von Altenberge in Zukunft auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig einen attraktiven Ortskern zu schaffen? Zwei zentrale Fragen, mit denen sich vier Planungsbüros in den vergangenen Monaten beschäftigt haben – ihre Ergebnisse präsentierten sie am Montagabend in einer gemeinsamen des Sitzung des Bau- und Planungs- sowie des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses.

Die Umgestaltung der Boakenstiege/ Rathausplatz /Bahnhofstraße (Teilstück) ist ein zentrales Projekt im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes „Altenberge 2030“. Der Umbau soll etwa Mitte 2017 in Angriff genommen werden.

„Der Rathausplatz muss aufgeräumt und übersichtlicher gestaltet werden“, so Daniel Schürmann vom Planungsbüro „dtp Landschaftsarchitekten“ aus Essen. Bänke, Fahrräderständer und eine Infostele sollen auf der niveaugleichen Oberfläche aufgestellt werden. Die bestehenden Bäume bleiben unverändert. Die Gesamtkosten: rund 1,6 Millionen Euro.

Das Büro Skribbe-Jansen aus Münster präsentierte diesen Entwurf.

Das Büro Skribbe-Jansen aus Münster präsentierte diesen Entwurf.

Ein Wasserspiel und Sitzstufen vor dem Rathaus – zwei Merkmale des Entwurfs, den das Planungsbüro Hahm präsentierte. Gekommen waren Hahm-Geschäftsführer Berthold Uphoff und Prof. Dirk Junker (Freier Landschaftsarchitekt). „Wir müssen die Straßenführung am Rathausplatz auflösen“, meinte Dirk Junker. Mit verschiedenen Elementen müsse der Platz belebt werden. Ganz ohne eine Trennung des Durchgangsverkehrs von Fußgängern oder Radfahrern gehe es voraussichtlich nicht. Zwar sprachen sich die beiden Planer für weniger Poller aus, ein kompletter Verzicht sei unwahrscheinlich.

Für Dirk Junker geht es auch ums Grundsätzliche. Am Kreisverkehr „Auf dem Schild“ müsse eine „materialmäßige Zäsur“ erfolgen. Die „gegenseitige Rücksichtnahme“ müsse in den Köpfen der Verkehrsteilnehmer ankommen. Die Kosten: rund 2,4 Millionen Euro.

Wasser brachte der Freiraumplaner Daniel Prang vom Büro Skribbe und Jansen aus Münster mit. Er präsentierte auf dem Rathausplatz eine Fläche, auf der einzelne Fontänen (etwa hüfthoch) in die Höhe „schießen“ – inklusive einer Beleuchtung von unten. Prang: „Die Aufenthaltsqualität wird deutlich erhöht.“ Dabei soll keine Wasserfläche entstehen, das Wasser soll vielmehr abfließen. Kosten: rund 2,4 Millionen Euro.

Ein Blick vom Rathaus aus auf den neu gestalteten Platz – so der Plan von „wbp – Landschaftsarchitekten“ aus Bochum.

Ein Blick vom Rathaus aus auf den neu gestalteten Platz – so der Plan von „wbp – Landschaftsarchitekten“ aus Bochum.

Für eine „klare Zonierung“ spricht sich Rebekka Junge vom Planungsbüro „wbp Landschaftsarchitekten“ aus Bochum aus. Auf dem neuen Rathausplatz soll eine mittige Platzfläche mit einem breiten Rand, der allein für Fußgänger vorgesehen ist, entstehen. Der überwiegende Teil des Platzes soll allen Verkehrsteilnehmern offen stehen, die Bereiche vor den Gebäuden dagegen ausschließlich Fußgängern. Der neue Rathausplatz soll durch zwei neue Baumreihen eingefasst werden.

Rebekka Junge schlägt eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter vor, die mit Pflaster abgegrenzt wird. „Ich möchte keine riesige Piste“, betonte die Landschaftsarchitekten.

Kosten: etwa 1,7 Millionen Euro.

Das Planungsbüro Ham aus Osnabrück hatte diesen Entwurf mitgebracht – mit Blick auf das Rathaus (hinten).

Das Planungsbüro Ham aus Osnabrück hatte diesen Entwurf mitgebracht – mit Blick auf das Rathaus (hinten).

► Einig sind sich alle Planungsbüros beim Thema Parkplatz „Alte Post“ – es muss ein attraktiveres Erscheinungsbild her – hier sind beispielsweise zwei Zu- und Einfahrten vorgesehen. Platz soll dann für 29 bis 33 Pkw sein (bislang 31 Stellplätze).

► Des Weiteren soll im Ortskern eine neue Bushaltestelle Platz finden. Drei Planer schlagen einen Standort etwa in Höhe Boakenstiege 20 vor (Ein- und Ausstieg), während ein Planer sich eine Haltestelle in Höhe der Gaststätte Bornemann vorstellen kann.

Zum Thema

Im Rahmen einer Bürgerversammlung am 9. September (Mittwoch) werden alle Büros ihre Pläne vorstellen. Dann können auch alle Altenberger dazu Stellung nehmen. Beginn ist um 19 Uhr in der Gooiker Halle.

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