Auszeichnung im Blick
Nachhaltiger Klimaschutz ist das Ziel

Altenberge -

Erneut lässt die Gemeinde sich zertifizieren – in der Hoffnung, wieder den European Energy Award zu erhalten.

Dienstag, 05.04.2016, 18:04 Uhr

2012 nahm Bürgermeister Jochen Paus (r.) aus den Händen Johannes Remmel, NRW-Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, in Oberhausen die Auszeichnung in Silber entgegen.
2012 nahm Bürgermeister Jochen Paus (r.) aus den Händen von Johannes Remmel, NRW-Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, in Oberhausen die Auszeichnung in Silber entgegen. Foto: mas

Es geht um die Verbesserung der Energieeffizienz mit dem Ziel eines nachhaltigen Klimaschutzes . Genau deshalb beteiligt sich die Gemeinde seit 2004 an dem vom Land NRW geförderten European Energy Award (EEA). Dabei handelt es sich um ein Steuerungs- und Controllinginstrument für die kommunale Energiepolitik. Alle drei Jahre wird die Arbeit von einem externen Unternehmen beurteilt – im Juni ist es wieder so weit. Und auch dann hofft die Gemeinde, wieder ausgezeichnet zu werden. Bereits 2009 und 2012 gab es den European Energy Award. Beim letzten Mal überreichte Umweltminister Johannes Remmel in Oberhausen die Auszeichnung in Silber an Bürgermeister Jochen Paus.

Wenn der TÜV am 21. Juni nach Altenberge kommt, stehen die Chancen offenbar gut, erneut zum Kreis der Besten zu gehören, so Diplom-Ingenieur Andreas Hübner , der das Energieteam im Altenberger Rathaus unterstützt. Während der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses, die am Montagabend stattfand, blickte Hübner auf den Ist-Zustand in Sachen Energiepolitik und insbesondere auf Maßnahmen, die in Zukunft in Angriff genommen werden sollen.

Die Bandbreite ist groß – 80 Projekte sind geplant, die sechs Handlungsfeldern zugeordnet werden (kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation und Kommunikation/Kooperation).

Konkret geht es beispielsweise um die energetische Sanierung des Rathauses, den Bau von Radwegen oder um Weiterbildungsmaßnahmen. „Insgesamt sind Sie schon auf einem hohen Niveau“, lobte Andreas Hübner. Des Weiteren werden beispielsweise Carsharing, die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, Bürgerbus und LED-Beleuchtung am Sportplatz Themen sein, mit denen sich die Verwaltung in den nächsten Jahren beschäftigen wird.

Die Mitglieder des Umweltausschusses stimmten dem Maßnahmenplan 2016 bis 2018 zu und werden die externe Zertifizierung durchführen. Lediglich Hubert Terwey (CDU) enthielt sich der Stimme, da er nicht vom EEA überzeugt ist. Der Kosten-Nutzenfaktor ist Terwey ein Dorn im Auge. Von 2014 bis 2016 wurden für das EEA-Projekt 22 015 Euro veranschlagt – der Eigenanteil der Gemeinde beträgt insgesamt 6815 Euro. Den Rest übernimmt das Land NRW. Hinzu kommen die Personalkosten der Verwaltungsmitarbeiter. „Man sollte nicht unterschätzen, was der EEA in einer Kommune auslöst“, betonte Hübner. „Der Nutzen zeigt sich oft erst einige Jahre später.“ Des Weiteren lege das Land NRW Förderprogramme auf, für die sich eine Kommune nur dann bewerben könne, wenn sie mit dem EEA ausgezeichnet worden sei.

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