Chortag für Familien
Auf Nachwuchssuche

Altenberge -

Wie komme ich an Nachwuchssänger? Zum Beispiel mit einem Chortag. Dazu hatte Marco Schomacher, Kirchenmusiker von St. Johannes Baptist, ins Karl-Leisner-Haus eingeladen.

Montag, 11.04.2016, 14:04 Uhr

Bei den Aufwärmübungen hatten die jungen und auch älteren Teilnehmer sichtlich Spaß. Anschließend wurden im Karl-Leisner-Haus unter Leitung von Marco Schomacher (kl. Foto r.) Lieder geprobt.
Bei den Aufwärmübungen hatten die jungen und auch älteren Teilnehmer sichtlich Spaß. Anschließend wurden im Karl-Leisner-Haus unter Leitung von Marco Schomacher (kl. Foto r.) Lieder geprobt. Foto: ter

Gar nicht so einfach für die Jüngsten beim Familien-Chortag: Während die Erwachsenen den Liedertext ablesen können, müssen sich die fünf Kinder Text und Melodie gleichzeitig merken. Damit sie in Ruhe üben können, sind sie erst einmal mit Mariele Albermann in die Kirche gegangen.

Am Samstag hatte Organist Marco Schomacher zum ersten Familien-Chortag ins Karl-Leisner-Haus eingeladen. „Wir wollen das Singen vor allen Dingen für Familien attraktiver machen“, betonte Schomacher im Gespräch. Viele möchten sich nicht längerfristig binden, so dass eine Art Projektchor schon eher angenommen würde, meinte Schomacher. Begonnen hatte der Tag für die 22 Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen in Pastors Garten.

Es waren einige Mitglieder der bereits vorhandenen Chorgemeinschaft gekommen und hatten auch ihre Enkelkinder mitgebracht. Vier Männer sorgten für die Tiefen im Gesamtklang. Für gute Stimmung sorgte nicht nur der leckere Kuchen, sondern auch Schomacher mit seinen Aufwärmübungen vor dem Singen. Einen kräftigen Applaus gab es zuerst einmal für die Kinder. Dann folgten Dehn- und Streckübungen, um Körper und Geist zu lockern. Die etwas älteren Sänger mahnte Schomacher: „Die Kirchengemeinde zahlt keine neuen Hüftgelenke. Also Vorsicht.“ Zum Lockern gehörte ebenfalls eine Runde Schultermassage beim Vordermann. Pech für die letzte Reihe. Da sich alle aber umdrehen mussten, waren die letzten nun die ersten und bekamen auch die Schultern geknetet.

Weiter folgten Stimmübungen. Teilweise zischten die Sänger wie eine Dampflokomotive beim Anfahren. Das Tempo bestimmte hier Paula mit ihrem Fingerzeig. „Da müssen sich die aus der Vorderreihe gleich den Nacken auswischen“, scherzte Schomacher wieder zwischendurch und hatte die Lacher auf seiner Seite. Bei der folgenden Lalalululo-Übung galt es, den Knoten in der Zunge gekonnt zu lösen. Und schließlich waren alle so weit, dass man sich vereint den modernen kirchlichen Liedern widmen konnte, die dann auch abends im Gottesdienst vorgetragen wurden.

„Geplant ist, dass wir etwa zweimal im Jahr einen Familien-Chortag stattfinden lassen“, kündigte der Kirchenorganist an. Vielleicht kommt ja dabei auch der ein oder andere auf den Geschmack und singt im ständigen Chor mit, so die Hoffnung.

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