Wegekapelle vor Fertigstellung
Winterlinde gegen Klimawandel

Altenberge -

Die Gestaltung des Areals rund um die Krüsellinde nimmt Gestalt an. Letzte Arbeiten werden derzeit durchgeführt.

Mittwoch, 11.05.2016, 19:05 Uhr

Alfons und Hubert Dimon (v.l.) setzten in der restaurierten Wegekapelle, die auf dem Platz an der Krüsellinde steht, neue Fenster ein.
Alfons und Hubert Dimon (v.l.) setzten in der restaurierten Wegekapelle, die auf dem Platz an der Krüsellinde steht, neue Fenster ein. Foto: mas

Für Gerhard Lösing ist es auch ein „kleiner Schritt gegen den Klimawandel “, wie er sagt. Und dazu noch ein hübscher: Er und sein Team schenken der Gemeinde eine Winterlinde im neuen Wohngebiet „Krüselblick“. Diese ist bereits stattliche sieben Meter hoch und wurde in der Baumschule bereits fünf Mal verpflanzt, erklärt Gerhard Lösung. Somit sei auch gesichert, dass der Baum am neuen Standort ohne Problem weiter wachse.

Somit nimmt die Gestaltung des Kreisverkehrs in Höhe der Krüsellinde endgültig Form an. Dabei handelt es sich um einen ganz besonderen Baum: Schließlich ist die Winterlinde „Baum des Jahres 2016“, erzählt Gerhard Lösing. Das etwa fünf Jahre alte Exemplar hat einen Stammumfang von 35 Zentimetern, so der Gärtnermeister weiter. Die Blätter der Sommerlinde sind herzförmig, die der Winterlinde fast kreisrund. Zudem blüht die Winterlinde ab Ende Juni, etwa zwei Wochen später als die Sommerlinde.

Bei der benachbarten Krüsellinde handelt es sich um eine Sommerlinde. Lösing schätzt das Alter auf etwa 150 Jahre. Die Winterlinde sei auch für die Bienen unverzichtbar, betont Lösing, der den Klimawandel an Sträuchern und Bäumen ausmacht. Dass Anfang Mai der Weißdorn komplett blüht, „das hat es vor 40 Jahren, als ich meine Baumschullehre startete, nicht gegeben“.

Auch die Platzgestaltung rund um die Krüsellinde steht kurz vor der Vollendung. Alfons und Hubert Dimon setzten in dieser Woche die beiden Fenster in der frisch renovierten Wegekapelle ein. Bekanntlich hatte sich ein Team aus der Krüselgemeinschaft um Bernadette Kohnke um den Aufbau bemüht. Der Altar wurde aufgemauert und mit einer Platte aus Baumberger Sandstein versehen. Auch eine neue Marienstatue wurde in dieser Woche aufgestellt.

In den nächsten Tagen soll zudem die neue Schiefereindeckung erfolgen, kündigte Alfons Dimon an. Dann fehlen noch das schmiedeeiserne Tor und die Beleuchtung.

Zusammen mit der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist und der Gemeinde soll die Wegekapelle in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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