Lob von Toni Hofreiter
„Ein Musterbetrieb“

Altenberge -

Voll des Lobes war Toni Hofreiter, Grünen-Vorsitzender im Deutschen Bundestag, als er den Biohof Entrup 119 besuchte. „Ein Musterbetrieb“, lobte der Politiker.

Freitag, 28.10.2016, 19:10 Uhr

Toni Hofreiter (l.), Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, war vom Biohof begeistert. Landwirt Werner Bez (M.) und Grünen-Ortsvereinsvorsitzender Heinz Beckmann berichteten Wissenswertes rund um Entrup 119.
Toni Hofreiter (l.), Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, war vom Biohof begeistert. Landwirt Werner Bez (M.) und Grünen-Ortsvereinsvorsitzender Heinz Beckmann berichteten Wissenswertes rund um Entrup 119. Foto: mas

„Der Boden schaut gut aus“, sagt Dr. Toni Hofreiter kurz und knapp. Beim Rundgang über den Hof Entrup 119 hört der Fraktions-Vorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag interessiert zu. Mit Pflanzen kennt sich der 46-jährige Biologe aus. „Mangold?“ „Ja“, antwortet Werner Bez . Der Landwirt führt Hofreiter über den Biohof. Zuvor wurde er am Donnerstagabend auch vom Altenberger Grünen-Vorsitzenden Heinz Beckmann begrüßt.

Insgesamt stehen der Genossenschaft 30 Hektar zur Verfügung, auf vier Hektar wird Gemüsebau betrieben, erläutert Werner Bez. „Die drei Gewächshäuser werden auch im Winter nicht beheizt“, erzählt der Landwirt.

Natürlich darf ein Blick in den vor zwei Jahren neu errichteten Schafstall nicht fehlen: Rund 100 Muttertiere werden dort versorgt. Auf dem Hof Entrup 119 sind neben Bez zwei Gärtner (einer in Teilzeit), eine Käserin, je ein Mitarbeiter in der Backstube und in der Vermarktung (Teilzeit) sowie vier Auszubildende beschäftigt.

Eine Besonderheit auf dem Hof Entrup ist das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft. Das heißt: Die Mitglieder der Genossenschaft finanzieren mit ihren Anteilen die Landwirtschaft – im Gegenzug erhalten sie die geernteten Produkte in haushaltsüblichen Mengen. Die Mitglieder tragen allerdings auch das wirtschaftliche Risiko, falls die Ernte einmal nicht so gut ausfallen sollte.

Toni Hofreiter ist nach seinem Rundgang ganz begeistert: „Das ist hier ein Musterbetrieb .“ Diese Form der Landwirtschaft „ist besonders gut für die Umwelt“. Die positiven Aspekte dieser ökologischen Bewirtschaftung seien gar nicht hoch genug einzuschätzen – von der Artenvielfalt bis zum Grundwasserschutz.

Und dann schlägt Hofreiter schnell den Bogen von Altenberge nach Berlin: „Solche Projekte müssen unterstützt werden. Wir haben Geld dafür.“ Von den Berliner Subventionen würden größtenteils nur die großen landwirtschaftlichen Betriebe profitieren, kritisiert der Grünen-Fraktionsvorsitzende. Hofreiter weiter: „Das ist der falsche Weg. Die Gelder müssten anders verteilt werden.“

Nach seinem Rundgang folgte auf dem Hof eine Lesung. Hofreiter las aus seinem Buch „Fleischfabrik Deutschland“ – mit dem Untertitel : „Wie die Massentierhaltung unsere Lebensgrundlagen zerstört und was wir dagegen tun können.“ Anschließend ging es nach Münster – und dann mit dem Zug wieder nach Berlin.

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