Hunger bekämpfen
Nachhaltige Hilfe

altenberge -

Seit vielen Jahren engagiert sich Dr. Felix Bruns in der Elfenbeinküste, um den Hunger zu bekämpfen. Zahlreiche Schulen und Kantinen wurden bereits gebaut. Derzeit läuft ein neues Projekt: In den Dörfern werden Maniokpflanzungen angelegt, um damit die Schulkantinen zu versorgen.

Mittwoch, 29.03.2017, 19:03 Uhr

Der Verein „Nachhaltig gegen Hunger“ hat auch eine motorisierte Maniok-Reibe mitentwickelt.
Der Verein „Nachhaltig gegen Hunger“ hat auch eine motorisierte Maniok-Reibe mitentwickelt. Foto: nn

Sein Herz schlägt für die Elfenbeinküste – und zwar insbesondere für die Kinder, die Unterstützung benötigen: Dr. Felix Bruns engagiert sich seit 2002 mit seinem Verein „Nachhaltig gegen Hunger – contre la faim“ in der Elfenbeinküste, um direkte Hilfe gegen den Hunger für Schulkinder zu leisten.

„Es ist für viele Menschen, vor allem Kinder, im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig über den Hunger in afrikanischen Regionen zu informieren, aber es muss auch die direkte und möglichst nachhaltige Tat folgen“, betont Felix Bruns. „Das leiten wir mit diesem Projekt zunächst für die von uns gebauten Schulen und Kantinen in die Wege.“

Die Auswirkungen der zunehmenden Trockenheit in Afrika ergreifen dort immer mehr Regionen, besonders zunehmend in Gebieten der Trockensavannen, aber auch in den Gebieten der bisherigen Feuchtsavannen. Der von Felix Bruns mitgegründete kleine Verein „Nachhaltig gegen Hunger – kontre la faim“ hat in den vergangenen Jahren in Dörfern der Elfenbeinküste sieben Schulen für rund 4000 Schulkinder in Abstimmung mit den dortigen Schulbehörden und den Elternschaften finanziert und gebaut, dazu jeweils auch Schulkantinen mit 120 bis 150 Plätzen.

Um die Versorgung dieser Schulkantinen in zunächst drei Dörfern dauerhaft zu sichern, unterstützt der Verein ein Projekt, das von der Geschäftsführerin des Vereins, Dr. Angelica Saavedra aus Göttingen, mit dem gleichnamigen Verein in Abidjan entwickelt wurde.

Dazu werden Maniokpflanzungen in jedem der Dörfer angelegt, Mühlen zur Verarbeitung mit motorangetriebene Reiben der Maniokwurzeln und Pressen (zum Trocknen) angeschafft. Das Endprodukt ist ein Couscous-ähnliches Lebensmittel, eines der wichtigsten Nahrungsmittel in der ivorischen Küche.

Der Verein hat in und mit den Dörfern sogenannte Produktgruppen aufgebaut. Bruns: „Das sind vorwiegend Frauen aus den Dörfern, die für die einzelnen Projekte verantwortlich sind und die notwendigen Arbeiten verrichten.“ Mit dem Projekt erfolge gleichzeitig eine erhebliche Vereinfachung der Aufbereitungsarbeiten von Maniok zu Attiéke gegenüber den konventionellen, arbeitsaufwendigen Methoden.

„Es ist zu erwarten, das mit den bereits in Angriff genommenen Pflanzungen von zunächst jeweils 2500 Quadratmetern (etwa fünf Tonnen Ertrag) mehr erzeugt wird, als für die Versorgung der Kantinen gebraucht wird“, schätzt Felix Bruns. Für die überschüssigen Erzeugnisse gebe es eine gute Nachfrage auf den lokalen Märkten.

„Die Kosten des gesamten Projektes belaufen sich infolge der ehrenamtlichen Arbeit aller Beteiligten auf nur 15 500 Euro“, so Felix Bruns. Die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert dieses Projekt mit 4700 Euro. Allein in den Jahren 2010 und 2014 hat sie den Bau von Schulen und Kantinen mit 95 000 Euro gefördert. Die Deutsche Botschaft in Abidjan beabsichtigt, das Projekt mit weiteren 8000 Euro zu unterstützen. Der Rest wird aus Spenden des Vereins „Nachhaltig gegen Hunger“ gedeckt. Es wird beabsichtigt, weitere Projekte aufzubauen. Bruns: „Das kann der Verein aber nur mit weiteren Spenden.“

 

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